Die abgegangene Burg Baasem ist eine Burgwüstung und befand sich südwestlich der heutigen Kirche Sankt Mariä-Geburt. Die ehemalige Wasserburg entwickelte sich wahrscheinlich aus einem Herrenhof, der bereits 950 in einer Urkunde Königs Otto I. als Basen villare erwähnt wurde.
Im Hochmittelalter waren die Herren von Basenheim Besitzer der Burg. Um 1485 bewohnte ein Zweig der insgesamt fünf Familien von Basenheim die Baasemer Burg. Die übrigen Familien hatten in der Südeifel, an der Mosel und im Luxemburgischen als Burgvögte, Amtmänner und Schöffen ihr Domizil.
Nach dem Aussterben der Familie um 1500, die die Burg bewohnte, verlor die Burg an Bedeutung und wurde ein adliges Herrenhaus. Die Burg verlor ihre Verteidigungsfunktion und diente nur noch als Wohnhaus.
Im 17. Jahrhundert wurde die Burg bzw. das Herrenhaus wiederum erwähnt. Im Jahre 1606 wird das Herrenhaus, als Graben, Weyern, Hoff bezeichnet, als es von Heinrich von Elverfeldt an Johann von Heimbach verkauft wurde. Dieser wiederum veräußerte die Burg 1649 an Friedrich von Engelbverg zu Orsbach. Die Burg Baasem blieb bis in das 18. Jahrhundert im Besitz des später verarmten Geschlechtes von Engelberg. 1734 wurde das letzte Land für vier Reichstaler an die Kirche verkauft. 1769 Heiratete Anna von Engelberg einen Bauer aus Baasem.
Aufgrund der Tatsache, dass das Geschlecht von Engelberg wegen Armut nicht mehr in der Lage war, das Haus zu unterhalten, zerfiel das Haus im Laufe des 18. Jahrhundert. Es musste aufgegeben werden und wurde schließlich abgerissen. Die Burg hatte wahrscheinlich „auf der Bleiche“ südlich der Pfarrkirche gestanden. Heute gibt es obertägig kaum Spuren von der ehemaligen Wasserburg.
(Peter Burggraaff, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2025)
Internet www.dahlem.de: Ortsgeschichte Baasem (abgerufen 27.11.2025)
Literatur
Herzog, Harald (1989)
Burgen und Schlösser. Geschichte und Typologie der Adelssitze im Kreis Euskirchen. S. 148, Köln.
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