Die Friedhofskapelle ist 1886 aus der Erweiterung eines älteren dort befindlichen Heiligenhäuschens entstanden.
Sie ist ein kleiner nach Südwesten orientierter verputzter Saalbau mit einer Eckquaderung aus Bruchstein mit einem halbrund geschlossenen Chor. Das Satteldach ist mit Schiefer gedeckt. Auf dem Dach befindet sich ein kleiner Dachreiter über dem Ostgiebel. Über dem Rundbogenportal ist ein Rundfenster und darüber ein Stichbogenfenster im Giebeldreieck eingebaut. An den beiden Seiten des Langhauses sind jeweils zwei gerade geschlossene, vergitterte Fenster aufzufinden. Die Ausstattung der Kapelle ist im neugotischen Stil gefertigt. Die Kapelle wurde am 15. Mai 1984 unter Denkmalschutz gestellt.
Friedhofskreuz aus dem Jahr 1724 Vor der Friedhofskapelle befindet sich ebenfalls ein circa vier Meter hohes Gedenk- und Prozessionskreuz mit mehreren Inschriften. Es ist im Jahr 1724 aus Buntsandstein und ursprünglich auf dem alten Friedhof an der Pfarrkirche Sankt Hieronymus errichtet wurde. Das Kreuz wurde nach der Schließung des alten Friedhofs auf dem neuen Friedhof unweit von der Friedhofskapelle in die Achse der Marienallee transloziert.
Auf dem Kreuz befindet sich nach der Denkmalbeschreibung ein nach oben „abgetrepptes verjüngendes Postament gedrungener Schaft mit ringsum vorragender Überdachung mit darüber leicht abgeschrägten Aufbau“. Auf der Vorderseite befindet sich die Sakramentsnische und auf der Rückseite ein Flachrelief der Ölbergszene („Jesus betet in Getsemani“ - Lukas 22, 39-46) mit darüber eine vierseitig geschweifte Verdachung. Der Kreuzaufsatz mit Kleeblattenden enthält einen zweiseitigen Kruzifixus im Hochrelief. Die Inschrift auf der Schaftrückseite lautet: „AD MDCCXXIV OBYT HONESTA UXOR MARIA PINNERS CONDUCTA VANDALS REQUIESCAT IN SANCTA PACE AMEN“ (übersetzt: Im Jahre des Herrn 1724 starb die ehrenhafte Gattin Maria Pinners, Ehefrau Vandals. Sie möge ruhen in Frieden. Amen).
Auf der Schaftvorderseite befindet sich das Wappen der Familie Vandal. Die Inschrift auf den drei Seiten des Postaments lautet: „POSUIT ZU EHREN GOTES PHILIPPUS VANDAL IHRO KAISER CATH. MAY. COMPTOIRMEISTER IHRO ALLER CHRISTLIGIR KÖNYG MAIEST. LIEUTENANT VON DER R. T. Y.“
Das Kreuz wurde ebenfalls am 15. Mai 1984 als Baudenkmal ausgewiesen.
(Peter Burggraaff, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2025)
Internet www.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Dahlem (Nordeifel) (abgerufen 15.12.2025)
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Empfohlene Zitierweise
Peter Burggraaff: „Friedhofskapelle von Dahlem mit Friedhofskreuz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356695 (Abgerufen: 7. Januar 2026)
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