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Fatima-Kapelle in Much (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Portal (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Lage am Waldrand (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Ansicht von Süden (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Info-Tafel an der Kapelle (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Altar (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten der Pfarrgemeinde Much, 1939-1945 (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Innenraum (2025)
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Fatima-Kapelle in Much, Seitenansicht von Norden (2025)
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Die Fatimakapelle bei Much ist ein kleines, geschichtlich wie landschaftlich bedeutsames Bauwerk, das für Einheimische und für Wanderer eine besondere Attraktion in der Kulturlandschaft von Much darstellt.
Die Kapelle befindet sich am nördlichen Ortsausgang von Much, nahe dem Golfplatz „Burg Overbach“. Das Grundstück grenzt an eine Freizeitanlage mit Spielplatz, Grillhütte und Waldwiesen. Außerdem liegen mehrere Wanderwege in der Nähe, z. B. der „Bergische Weg“, der „Waldmaus-Lehrpfad“ und der „Lyrikweg“.
Die Kapelle ist etwa sechs Quadratmeter groß und 3,20 Meter hoch. Das überstehende Satteldach ist mit einem vierseitigen Dachreiter versehen, der mit einem Eisenkreuz ausgestattet ist. Im Inneren, in der Apsis, steht ein Votivaltar aus rotem Ziegel auf einer Steinstufe.
An der Vorderfront der Kapelle ist eine Marmortafel angebracht mit der Inschrift: „Der lieben Mutter Gottes zum Dank für die wunderbare Rettung unseres Dorfes aus großen Kriegsnöten der Front. Im April 1945 wurde diese Kapelle errichtet.“
Die Idee für den Bau der Kapelle stammt bereits aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Elisabeth Wirges, die durch den Krieg zwei Söhne verloren hatte, hatte gelobt, im Falle glücklicher Rückkehr der übrigen Männer von Much, die in den Krieg ziehen mussten, der Fatima-Madonna eine Kapelle zu errichten. Nach Kriegsende unterstützten viele Bewohner dieses Vorhaben, und 1954 konnte die Kapelle schließlich geweiht werden.
Der Bezug zu Fatima geht auf die Marienerscheinungen im portugiesischen Ort Fátima im Jahr 1917 zurück. Dort berichteten drei Hirtenkinder, die Gottesmutter Maria sei ihnen mehrmals erschienen und habe zur Umkehr, Buße und zum Gebet aufgerufen. Diese Erscheinungen verbreiteten sich weltweit und führten zu einer starken Verehrung „Unsere Liebe Frau von Fatima“. Im Fall der Fatimakapelle in Much war dieser Bezug bewusst gewählt: Die Verehrung der Fatima-Madonna war in den 1940er- und 1950er Jahren in Deutschland, aber auch in Belgien, Luxemburg und Frankreich, besonders in den katholischen Gebieten, sehr populär, weil sie als Schutzpatronin in Notzeiten galt und Hoffnung auf Frieden symbolisierte. Der Bau der Kapelle war daher ein Dank für die Schonung des Dorfes am Kriegsende 1945 sowie eine Bitte um weiteren Schutz und Frieden.
(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2026)
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Vor Ort Dokumentation, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1945
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