Wohnhaus der Anna Loevenich

Annahaus, Sankt Anna-Haus

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Frechen
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 54′ 30,5″ N: 6° 48′ 16,83″ O 50,90847°N: 6,80468°O
Koordinate UTM 32.345.659,81 m: 5.641.942,06 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.556.640,64 m: 5.641.772,88 m
  • Wohnhaus der Anna Loevenich in der Hauptstraße (2025)

    Wohnhaus der Anna Loevenich in der Hauptstraße (2025)

    Copyright-Hinweis:
    Nicole Schmitz / Landschaftsverband Rheinland / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Nicole Schmitz
    Medientyp:
    Bild
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  • Wohnhaus der Anna Loevenich (2025)

    Wohnhaus der Anna Loevenich (2025)

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Das Haus in der Hauptstraße 160 diente bis 1938 als Wohnhaus der Anna Loevenich, geb. Geusgen, Witwe des Steinzeugfabrikanten Joseph Loevenich (Steinzeugfabrik Loevenich & Hendrickx). Ob auch Joseph Loevenich, verstorben am 08.06.1905, hier gelebt hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt. Laut Adressbuch lebte er 1899 in der Hauptstraße 150, was der heutigen Adresse Hauptstraße 61-63 entspricht (Adressbuch der Stadt Frechen 1899).

Das St. Anna-Haus in der Hauptstraße 160
Im Jahr 1929 richtete die Pfarrgemeinde Sankt Severin in ihrem Jugendheim (An St. Severin) im Frechener Oberdorf einen Pfarrkindergarten unter der Leitung von Schwestern der „Christlichen Liebe“ aus Köln ein. Anna Loevenich muss laut ihrem Totenzettel eine fromme und der katholischen Kirche sehr zugewandte Frau gewesen sein. Sie war Inhaberin des päpstlichen Kreuzes „Pro Ecclesia et Pontifice“ sowie Mitglied des Rosenkranzvereins u. 3. Ordens (rhein-erft-geschichte.de/Totenzettel). Ihre Töchter Margaretha Lövenich (1877-1962) und Angela Lövenich (1884-1961) gehörten als Schwestern Audomara und Salomea der Ordensgemeinschaft an. Anna Lövenich stiftete ihr Haus mit Garten an der Hauptstraße 160 dem Orden; sie starb am 09.01.1938. Im April 1939 bezogen die ersten vier Schwestern der Christlichen Liebe das Gebäude, welches nun in Gedenken an die Stifterin „St. Anna-Haus“ genannt wurde (FGV 2013, S. 14f).
Nach 1957 zog der Orden in einen größeren Neubau an der Franzstraße. Das alte, sechsachsige und dreigeschossige Gebäude mit einer Toreinfahrt an der Hauptstraße wurde zunächst vermietet und dann verkauft.

Das Annahaus in der Franzstraße
In der Zeit von 1955-1957 errichteten die Schwestern auf ihrem Gartengrundstück an der Franzstraße ein neues großzügiges Haus, um ihre Arbeit den Zeiterfordernissen anzupassen. Sie richteten mit viel Erfolg eine kombinierte Tageseinrichtung für Kinder und eine Nähstube ein. (...) Nach vielen Jahren segensreicher Arbeit mussten die Schwestern das Haus an der Franzstraße aus Personalmangel aufgeben“ (FGV 2013, S. 18). So verließen 1993 die letzten Schwestern das Annahaus (stadtarchiv-frechen.de). Seitdem steht das große zweigeschossige, mit gelben Fliesen verkleidete Gebäude leer. Seinen kirchlichen funktionalen Zusammenhang verraten sechs mit kirchlichen Motiven verzierte Fenster im Obergeschoss, hinter denen sich eine Kapelle befindet.

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2025)

Internet
rhein-erft-geschichte.de/totenzettel: Anna Loevenich, geb. Geusgen (abgerufen am 07.01.2025)
stadtarchiv-frechen.de: Chronik (abgerufen am 07.01.2025)

Literatur

Frechener Geschichtsverein (Hrsg.) (2013)
100 Jahre St. Severin. Festschrift. (Sonderveröffentlichungen des Frechener Geschichtsvereins e.V., Band 3.) Frechen.
(1899)
1899. Adressbuch der zur Bürgermeisterei Frechen gehörigen Gemeinden Frechen, Bachem und Buschbell. Frechen.

Wohnhaus der Anna Loevenich

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hauptstraße 160
Ort
50226 Frechen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung

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Nicole Schmitz (2025): „Wohnhaus der Anna Loevenich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-355845 (Abgerufen: 18. September 2026)
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