Lichtturm in Solingen-Gräfrath

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Solingen
Kreis(e): Solingen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 12′ 47,87″ N: 7° 05′ 5,37″ O 51,2133°N: 7,08483°O
Koordinate UTM 32.366.235,47 m: 5.675.287,79 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.575.844,85 m: 5.675.935,54 m
  • Lichtturm in Solingen-Gräfrath (2023)

    Lichtturm in Solingen-Gräfrath (2023)

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Der ursprünglich 1904 im Stil des Intze-Prinzips errichtete Gräfrather Wasserturm diente der Trinkwasserversorgung der Stadt Gräfrath, später der Stadt Solingen. Der ringförmige Wasserbehälter über dem gemauerten Turmschaft war Teil eines technischen Netzes zur Versorgung mit Trinkwasser aus Elberfeld, ab den 1930er Jahren dann aus der Solinger Talsperre. Das 38 Meter hohe Bauwerk versorgte die Region bis zur Außerdienststellung im Jahr 1983. Danach stand der marode Turm leer - ein Abriss schien zunächst wahrscheinlich, ehe er unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Nach rund zehn Jahren Stillstand entwickelte der Lichtdesigner und Unternehmer Johannes Dinnebier 1993 die Idee, den Turm in einen „Lichtturm“ umzuwandeln. In enger Abstimmung mit Behörden wurde der Turm denkmalrechtlich entwidmet, saniert und der ehemalige Wasserbehälter durch eine gläserne Kuppel ersetzt. Der Umbau dauerte etwa vier Jahre; die Kuppel mit elf Metern Durchmesser wurde zum zentralen Veranstaltungsraum mit Panoramablick über das Bergische Land.
Den architektonischen Entwurf lieferten Düsseldorfer Architekturbüros. Innen wurde der ehemals offene Schaft des Turmes durch vier neue Ebenen strukturiert. Eine an der Innenseite der Außenwand geführte Stahlwendeltreppe verbindet Bibliothek, Büro, Lounge sowie Küche - ausgestattet mit hochwertiger Technik und Design.

Heute fungiert der Lichtturm als multifunktionaler Ort für kulturelle Veranstaltungen, Workshops, Seminare, Lesungen, Musikabende oder standesamtliche Trauungen.
Die Umwandlung des ehemaligen Versorgungsbaus zu einem „Bürogebäude“ und schließlich in einen Kulturort erfolgte aus der Vision Dinnebiers, durch Licht eine neue Lebensqualität zu schaffen - und damit ein Denkmal der Industriekultur zu retten und zu transformieren. Der ursprüngliche Denkmalschutz wurde aufgehoben, um architektonische Eingriffe - insbesondere den Bau der Glaskuppel - zu ermöglichen. Das Ergebnis ist ein Beispiel für gelungene adaptive Wiederverwendung: ein technisch und ästhetisch herausragender Veranstaltungsort zwischen Denkmal, Design und Nachhaltigkeit.

Der Lichtturm in Solingen-Gräfrath steht heute für die Verbindung von historischer Substanz und moderner Nutzung. Wo einst Wasser gespeichert wurde, schafft er heute Raum für Licht, Kunst und Kultur - eine gelungene Metamorphose vom Wasserreservoir zum Leuchtturm der Gegenwart.

(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2025)

Quelle
Tews, Andreas: Gräfrather Lichtturm: Mehr als ein Wahrzeichen, in: Rheinische Post, Solinger Morgenpost vom 12. Juli 2025.

Internet
www.lichtturm-solingen.de: Willkommen im Lichtturm Solingen (abgerufen 31.07.2025)
www.baunetzwissen.de: Wasserturm in Solingen-Gräfrath (abgerufen 31.07.2025)
www.gira.de: Vom Wasserturm zum Lichtturm (abgerufen 31.07.2025)
www.lokalkompass.de: Der Lichtturm von Solingen (abgerufen 31.07.2025)

Literatur

Battenfeld, Beate (o.J.)
Pumpen, Speichern, Verteilen. Relikte früher Wasserversorgung. Solingen.
Wiemer, Karl Peter (1991)
Vom Pött zur Talsperre. Die Wasserversorgung Solingens im 19. Jahrhundert. Solingen.

Lichtturm in Solingen-Gräfrath

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Melanchthonstraße 340
Ort
42653 Solingen - Gräfrath
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1904

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Karl Peter Wiemer: „Lichtturm in Solingen-Gräfrath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-355787 (Abgerufen: 25. Februar 2026)
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