Kriegerdenkmal der Dreißiger in Saarlouis (2024)
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Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
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Kriegerdenkmal der Dreißiger in Saarlouis (2024); Skulptur über dem Sockel
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Kriegerdenkmal der Dreißiger in Saarlouis (2024); die Inschrift auf dem Sockel lautet: "Zum ehrenden Andenken an die in ruhmreichen Kriegen gefallenen Dreissiger"
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Kriegerdenkmal der Dreißiger in Saarlouis (2024); die Inschrift auf dem Sockel lautet: "Zum ehrenden Andenken an die in ruhmreichen Kriegen gefallenen Dreissiger"
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Das Dreißiger-Denkmal in Saarlouis befindet sich heute am Hohenzollern-Ring nahe der historischen Festungsanlage der Stadt. Es wurde 1910 zum Gedenken an die Gefallenen des 4. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 30 „Graf Werder“ errichtet, das bis 1919 in Saarlouis stationiert war. Ursprünglich gedacht als Ehrung für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, symbolisiert es heute auch die lange Militärtradition der Stadt.
Das Denkmal erinnert an das Regiment Nr. 30, das 1815 aus der „russisch-deutschen Legion“ hervorging und bis 1919 in Saarlouis stationiert blieb. So ist es eng verknüpft mit der Militärgeschichte der Stadt und der Wechselhaftigkeit nationaler Zugehörigkeit im Grenzgebiet. Durch seine Präsenz in städtischem Grün vermittelt es heute vor allem historische Erinnerung statt ausschließlich martialischer Aussage - ein Mahnmal für die Toten vergangener Kriege, eingebunden in das städtische Erscheinungsbild ohne übermäßige Monumentalität.
Das Denkmal besteht aus einem quadratischen Sockel aus Granit und Basalt in den Maßen von ca. 1,85 × 3,70 × 3,70 Metern. Auf ihm ruht die Bronzefigur eines knieenden Kriegers, entworfen vom Bildhauer Wilhelm Wandschneider und gegossen in Lauchhammer. Der annähernd unbekleidete Soldat stützt sich auf sein Schwert und hält einen Lorbeerkranz - eine klare Symbolik für Trauer und Anerkennung des „Heldentods“.
Der massive Sockel trägt die Inschrift „Zum Ehrenden Andenken An Die In Ruhmreichen Kriegen Gefallenen Dreissiger“. Die Bronzeskulptur zeigt einen emotional bewegten Soldaten - ein seltener Symbolismus für eine Ehrenanlage jener Zeit, die üblicherweise heroisch und kämpferisch wirkte.
Seit seiner Errichtung 1910 hat das Denkmal mehrere politische und soziale Wechsel überdauert. Die Bild- und Sockelplatte blieben eigenständig bestehen, auch durch die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und des NS-Regimes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Denkmäler dieser Art teilweise neu bewertet - viele wurden versetzt oder umgestaltet.
(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2026)
Internet de.wikipedia.org: Infanterie-Regiment „Graf Werder“ (4. Rheinisches) Nr. 30 (abgerufen 26.03.2026) de.wikipedia.org: August von Werder (abgerufen 26.03.2026) de.wikipedia.org: Graf-Werder-Kaserne (abgerufen 26.03.2026) institut-aktuelle-kunst.de: Saarlouis, Meyer-Steglitz, Kreis-Kriegerdenkmal (abgerufen 26.03.2026) de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Saarlouis (abgerufen 26.03.2026) www.saarland.de: Denkmalliste des Saarlandes, Stand 01.07.2022 (PDF-Dokument, 1,2 MB, abgerufen 26.03.2026)
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