Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes / www.klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel St. Severinus
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel, Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel, Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel, Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel St. Severinus
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel St. Severinus
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel St. Severinus
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel, Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Erpel, Sankt Severin
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes / www.klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Blick nach Osten über den Rhein auf Erpel mit Fronhof und Pfarrkirche Sankt Severin (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes / www.klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche St. Severin, eine spätgotische Pfeilerbasilika von 1240, Blick durchs Langhaus zur Orgelempore (2023)
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel, Blick zum Altar (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel, spätromanische Emporenöffnung in der Südwand neben der Orgel (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel, Chorraum mit Hochaltar (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Hinweisschild an der Kirche (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Steinkreuz (Glockenkreuz) an der Außenwand (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Steinkreuz (Glockenkreuz) an der Außenwand (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Hinweisschild zum Glockenkreuz (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Portal (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche Sankt Severin, Mittelschiff, Blick zum Altar (2023)
Copyright-Hinweis:
Karl Peter Wiemer
Fotograf/Urheber:
Karl Peter Wiemer
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche St. Severin, eine spätgotische Pfeilerbasilika von 1240, Chor mit Altar (2013)
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Erpel, Blick über den Rhein auf Fronhof und Pfarrkirche St. Severin (2023)
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche St. Severin, eine spätgotische Pfeilerbasilika von 1240, Säule mit Konsole (2013)
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Erpel, Pfarrkirche St. Severin, eine spaetgotische Pfeilerbasilika von 1240, suedliches Seitenschiff; Erpel, parish church St. Severin, southern aisle.
Copyright-Hinweis:
klaes-images.de
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel, Figur des heiligen Michael (2013)
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Pfarrkirche Sankt Severin in Erpel, Büste des heiligen Nikolaus, 18. Jahrhundert
Copyright-Hinweis:
Holger Klaes
Fotograf/Urheber:
Holger Klaes
Medientyp:
Bild
Sankt Severin prägt den historischen Ortskern von Erpel als weithin sichtbare Pfarrkirche und zählt zu den bedeutendsten spätromanischen Sakralbauten am Mittelrhein. Das Gotteshaus, dem heiligen Severin von Köln geweiht, erhebt sich in markanter Lage über den engen Gassen des alten Weinortes und dokumentiert in seinem heutigen Erscheinungsbild eine vielschichtige Baugeschichte vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit. Der Bau steht als Kulturdenkmal unter Schutz und besitzt nicht nur ortsgeschichtliche, sondern auch kunst- und architekturhistorische Bedeutung.
Die Ursprünge der Kirche reichen vermutlich bis in das 10. oder frühe 11. Jahrhundert zurück. Von einem älteren, wohl einschiffigen Vorgängerbau hat sich das Untergeschoss des Westturms erhalten, das als ältester Bauteil gilt. In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die frühere Kirche weitgehend abgebrochen und durch einen repräsentativen Neubau ersetzt. Dieser entstand als dreischiffige Emporenbasilika im sogenannten rheinischen Übergangsstil, einer Bauweise, die romanische und frühgotische Elemente miteinander verbindet. Charakteristisch hierfür sind die noch massiven, klar gegliederten Wand- und Pfeilerformen romanischer Tradition, die jedoch bereits durch größere Öffnungen, stärker gegliederte Gewölbeformen und eine gesteigerte Vertikalität in Richtung Gotik weisen.
Architektonisch handelt es sich um eine ungewöhnlich kompakte, sorgfältig proportionierte Emporenbasilika aus Bruchsteinmauerwerk. Das Langhaus war ursprünglich durch zwei Doppeljoche gegliedert und besaß Emporen über den Seitenschiffen, wie sie für repräsentative rheinische Kirchen des Hochmittelalters typisch waren. Der rechteckige Chor schloss den Bau nach Osten ab. Der massive Westturm, dessen Unterbau aus dem älteren Vorgängerbau stammt, verleiht der Kirche ihre wehrhafte Silhouette und fungiert zugleich als historisches Bindeglied zwischen mehreren Bauphasen. Im 15. Jahrhundert erhielt das Turmuntergeschoss ein Netzgewölbe, das bereits deutlich spätgotische Formen aufnimmt. Die Verbindung von älteren romanischen Mauerteilen und gotischer Gewölbegestaltung gehört zu den bemerkenswerten Eigenheiten des Bauwerks.
Einen tiefgreifenden Wandel erfuhr Sankt Severin im Jahr 1751. Im Zuge barocker Umbauten wurden die östlichen Joche der Seitenschiffe und die mittelalterlichen Emporen entfernt, um den Innenraum heller und großzügiger erscheinen zu lassen. Dadurch entstand ein querhausartiger Eindruck, der zeitgenössischen Vorstellungen einer besseren Belichtung und liturgischen Übersicht entsprach. Gleichzeitig wurden Chorfenster erweitert und Raumproportionen verändert. Diese Eingriffe veränderten den mittelalterlichen Charakter erheblich, dokumentieren jedoch anschaulich den Wandel kirchlicher Raumvorstellungen in der Frühen Neuzeit. Erst bei einer grundlegenden Restaurierung in den Jahren 1964/65 rekonstruierte man die historischen Emporen teilweise wieder, um den ursprünglichen spätromanischen Charakter der Kirche stärker hervortreten zu lassen. Dabei orientierte man sich an bauhistorischen Befunden und vergleichbaren rheinischen Emporenbasiliken.
Der Innenraum verbindet mittelalterliche Architektur mit einer überwiegend barocken Ausstattung. Besonders hervorzuheben sind eine Figur des Erzengels Michael aus der Zeit um 1475, die qualitätvoll spätgotische Bildschnitzerei repräsentiert, sowie die reich gestaltete Kanzel von 1736, deren Schalldeckel ebenfalls von einer Michaelsfigur bekrönt wird. Bedeutend sind zudem spätmittelalterliche Chorfenster beziehungsweise erhaltene Verglasungsreste aus dem 15. Jahrhundert, die zu den ältesten Ausstattungselementen zählen. Die liturgische Ausstattung wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ergänzt und verändert, ohne den historischen Charakter des Raumes grundsätzlich zu überformen.
Zur kulturhistorischen Identität der Kirche gehört auch eine lokale Überlieferung, nach der Erpel 1164 Raststation beim Transport der Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln gewesen sei. Der Legende zufolge seien die Reliquien in einem älteren Kirchenbau von Sankt Severin aufbewahrt worden. Historisch gesichert ist diese Episode nicht; sie prägte jedoch das lokale Selbstverständnis nachhaltig und fand Ausdruck im Ortswappen Erpels, das drei Kronen zeigt. Als identitätsstiftende Erinnerungskultur besitzt die Erzählung dennoch erhebliche ortsgeschichtliche Bedeutung.
St. Severin in Erpel stellt ein bemerkenswertes Beispiel einer mittelalterlichen Dorfkirche dar, deren heutige Gestalt aus dem Zusammenspiel hochmittelalterlicher Architektur, barocker Umbauten und denkmalpflegerischer Restaurierungen des 20. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Insbesondere die Verbindung eines frühmittelalterlichen Turmrestes mit einer spätromanischen Emporenbasilika macht das Bauwerk innerhalb der Sakrallandschaft des Mittelrheins kunsthistorisch bedeutsam.
(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2026)
Internet de.wikipedia.org: Für was St. Severus steht (abgerufen am 20.07.2026) herrlichkeit-erpel.de Seite über Pfarrkirche St. Severinus (abgerufen am 20.07.2026) heiligenlexikon.de: St. Severinus im Heiligenlexikon (abgerufen am 20.07.2026) youtube.com: Video zu St. Severin (abgerufen am 20.07.2026)
Literatur
Custodis, Paul-Georg; Vogts, Hans / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.) (1998)
Literaturauswertung, Vor Ort Dokumentation, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1250
Empfohlene Zitierweise
Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Möchten Sie dieses Objekt in der Kuladig-App öffnen?
Wir verwenden Cookies
Dies sind zum einen technisch notwendige Cookies,
um die Funktionsfähigkeit der Seiten sicherzustellen. Diesen können Sie nicht widersprechen, wenn
Sie die Seite nutzen möchten. Darüber hinaus verwenden wir Cookies für eine Webanalyse, um die
Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren, sofern Sie einverstanden sind. Mit Anklicken des Buttons
erklären Sie Ihr Einverständnis. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite.