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Thionville Bastion de Metz
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Bastion de Metz in Thionville /Diedenhofen, Blick moselaufwärts (2023)
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Die beiden Bastionen „République“ und „Luxembourg“ in Thionville (Diedenhofen) aus der frühesten bastionären Epoche stehen wie Wachtürme am Ufer der Mosel und sind die einzigen Zeugen der spanischen-habsburgischen Befestigungsanlagen in dieser Stadt. Die letzten Überreste der ursprünglich sieben Bastionen, die der flämische Architekt Sebastien van Noyen (1493-1557) während der spanischen Zeit von Thionville erbaut hatte, verschmelzen heute mit dem Stadtbild Thionvilles.
Im 16. Jahrhundert wollte der spanische König Philipp II. die Verteidigungsanlagen der Stadt modernisieren, da die Festung ins Visier der französischen Könige geraten war. Der Architekt van Noyen veränderte deshalb das noch mittelalterliche Erscheinungsbild von Thionville von Grund auf und machte daraus eine der schönsten und mächtigsten Festungen der Zeit.
Beide Werke wurden im 17. Jahrhundert während der Herrschaft König Ludwigs XIV. errichtet. Zu dieser Zeit wurden viele Festungsanlagen in der Region zum Zweck der Grenzsicherung errichtet. Bei diversen militärischen Konflikten wie dem Holländischen Krieg oder dem Pfälzischen Erbfolgekrieg haben sie eine wichtige strategische Rolle übernommen. Eine der bekanntesten Belagerungen fand während des Österreichischen Erbfolgekriegs im Jahr 1733 statt, als die Festung Thionville von österreichischen Truppen eingeschlossen, aber erfolgreich verteidigt wurde. Im Laufe der Zeit wurden die Bastionen von Thionville mehrmals modernisiert, um den sich ändernden militärischen Anforderungen gerecht zu werden - dies führte zu Erweiterungen und Verstärkungen der Bauwerke. Gerade in der napoleonischen Ära wurde die Stadt mitsamt den Befestigungsanlagen weiter ausgebaut.
Von den sieben Bastionen, die nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 in deutsche Hände gerieten, erhielt der deutsche Stadtplaner Joseph Stübben in seinen Plänen von 1899 nur zwei: die heutigen Festungen „Republique“ (Bastion No. 1) und „Luxembourg“ (Bastion No. 3). Mit diesen Anlagen wollte die Deutsche Reichswehr die Moselufer und die Moselbrücke kontrollieren. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verloren die Bastionen ihre militärische Bedeutung, nachdem sich gezeigt hatte, dass sie der Entwicklung der Waffentechnik nicht standhalten konnten.. Die Festungsanlagen wurden schließlich demilitarisiert. Heute fungieren die Bastionen als historische Sehenswürdigkeiten, sind für die Öffentlichkeit aber kaum zugänglich. Für die baulich in gutem Zustand befindlichen Anlagen hat man keine zufriedenstellende Nachnutzung gefunden.
Die Begriffe „Festung“, „Befestigung“, „Veste“ lassen sich über das Adjektiv „fest“ in der Bedeutung von „stark, standhaft und fest“ ableiten. Vom lateinischen Begriff „fortis“ im Sinne von „stark, kräftig, rüstig“ leiten sich die Begriffe „Fortifikation“ und „Fort“ ab. Diese Begriffe mit lateinischem Ursprung findet man in allen europäischen Sprachen und Ländern - ebenso wie die entsprechenden Bauwerke.
(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2024)
Internet de.frwiki.wiki: Thionville Gehege (abgerufen 13.02.2024) de.wikipedia.org: Thionville (abgerufen 13.02.2024) de.frwiki.wiki: Sebastien van Noyen (abgerufen 13.02.2024)
Literatur
Anhäuser, Uwe (1985)
Lothringen. Kunst, Geschichte, Landschaft, Entdeckungsfahrten im Herzen Europas zwischen Vogesen und Champagne. Köln.
Mörsdorf, Markus (2021)
Saar-Lor-Lux. Saarland, Lothringen und Luxemburg. Bielefeld.
Der hier präsentierte Inhalt steht unter der freien Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 (Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung). Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
Karl Peter Wiemer (2024): „Bastion „République“ in Thionville (Diedenhofen)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-345635 (Abgerufen: 29. August 2025)
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