Burg Leysiefen

Zoppesmur

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Leichlingen (Rhld.)
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 07′ 45,59″ N: 7° 02′ 39,55″ O 51,12933°N: 7,04432°O
Koordinate UTM 32.363.158,17 m: 5.666.025,64 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.573.147,28 m: 5.666.553,34 m
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Burg Leysiefen (2026)

    Burg Leysiefen (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Karl Peter Wiemer
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die unter der Bezeichnung Motte Zoppesmur - auch Burg Leysiefen oder „Zoppesmur“ genannt - überlieferten Reste einer mittelalterlichen Befestigungsanlage gehören zu den ältesten nachweisbaren Herrschaftssitzen im Raum der unteren Wupper. Ihre Entstehung ist in das Hochmittelalter einzuordnen; archäologische Funde sowie baugeschichtliche Indizien sprechen für eine Anlage des 12. Jahrhunderts, während die erste urkundliche Nennung erst im Jahr 1280 erfolgte.

Die Anlage ist typologisch als Niederungs- bzw. Turmhügelburg (Motte) anzusprechen, wobei ihre Dimensionen und die komplexe Geländemodellierung über einfache Mottenanlagen hinausgehen. Sie wurde auf einem künstlich aus dem Hang zur Wupper hin herausgearbeiteten Hügel errichtet, dessen Basisdurchmesser etwa 50 bis 65 Meter betrug und der von einem tiefen Graben sowie einem vorgelagerten Wall gesichert war. Eine Ringmauer umschloss das Plateau, im Inneren befand sich ein quadratischer Turmbau mit massiven Fundamenten. Charakteristisch ist die Einbindung der natürlichen Topographie in das Verteidigungskonzept: Ein zur Wupper entwässernder Siefen wurde gezielt zur Speisung des Grabensystems genutzt, wodurch ein wassergefülltes Annäherungshindernis entstand. Dieses Zusammenwirken von Wasser, sumpfigem Gelände und steilem Hang entspricht den für das 12. und 13. Jahrhundert typischen Wehrstrategien im Bergischen Land.

Die Anlage wird in der Forschung mit dem Ministerialengeschlecht der Zobbe (auch Zopp oder Zobbes) in Verbindung gebracht, das seit dem frühen 13. Jahrhundert urkundlich greifbar ist und sich später nach seinem Sitz „de Leysiefen“ nannte. Einzelne Familienmitglieder lassen sich als bergische Dienstmannen nachweisen, etwa Sibodo de Leysiefen, der zwischen 1257 und 1266 als Landdrost fungierte. Diese Einbindung in die landesherrliche Verwaltung deutet auf eine gewisse politische Bedeutung des Sitzes innerhalb der Territorialstruktur der Grafen von Berg hin.

Ein entscheidender Einschnitt in der Besitzgeschichte erfolgte 1280, als Ritter Adolf von Leysiefen - der letzte bekannte Vertreter der Familie - die Burg samt zugehörigem Besitz an Graf Adolf V. von Berg verkaufte. Diese Urkunde stellt die einzige gesicherte schriftliche Erwähnung der Burg dar. Die anschließende Entwicklung bleibt im Dunkeln; es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Anlage nach dem Übergang an die Landesherrschaft ihre Funktion verlor und relativ früh aufgegeben wurde. Archäologische und denkmalpflegerische Einschätzungen gehen davon aus, dass der Verfall spätestens im Spätmittelalter einsetzte, möglicherweise bereits im 14. oder 15. Jahrhundert.

Im siedlungsgeschichtlichen Kontext steht die Burg in enger Beziehung zur Hofschaft Leysiefen, deren Entstehung vermutlich ebenfalls im 12. Jahrhundert anzusetzen ist und die als Wirtschaftsbasis bzw. Versorgungsstandort des Herrensitzes interpretiert werden kann. Nach dem Bedeutungsverlust der Burg entwickelte sich der Ort zu einer agrarisch geprägten Hofschaft, die in die Grundherrschaft des Klosters Deutz eingebunden war und damit Teil der spätmittelalterlichen Wirtschaftsstruktur des Wupperraums wurde.

Heute präsentiert sich die ehemalige Burganlage lediglich als Bodendenkmal mit deutlich erkennbaren Geländestrukturen, Fundamentresten und Wallanlagen. Ihre wissenschaftliche Bedeutung liegt weniger in der sichtbaren Bausubstanz als vielmehr in ihrer Aussagekraft für die frühe Territorial- und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes. Die Motte Zoppesmur dokumentiert exemplarisch die Entwicklung kleinadeliger bzw. ministerialer Sitze im Spannungsfeld zwischen lokaler Herrschaftsausübung und landesherrlicher Integration im Hochmittelalter.

(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2026)

Internet
de.wikipedia.org: Motte Zoppesmur (abgerufen 28.08.2026)
www.geschichte-leichlingen.de: Geschichte der Burgruine Leysiefen (abgerufen 28.08.2026)
www.tetti.de: „Zobbesmur“ in der lokalen Forschung (abgerufen 28.08.2026)
de.wikipedia.org: Liste der Bodendenkmäler in Leichlingen (abgerufen 28.08.2026)
www.alleburgen.de: Zoppesmur und benachbarte Anlagen (abgerufen 28.08.2026)




Burg Leysiefen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Leysiefen
Ort
42799 Leichlingen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1180 bis 1220, Ende 1280 bis 1320

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
Karl Peter Wiemer: „Burg Leysiefen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-324114 (Abgerufen: 9. September 2026)
Seitenanfang