Hafen Gauensiek

Gauensieker Hafen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Drochtersen
Kreis(e): Stade
Bundesland: Niedersachsen
Koordinate WGS84 53° 42′ 39,32″ N: 9° 23′ 46,82″ O / 53,71092°N: 9,39634°O
Koordinate UTM 32.526.159,49 m: 5.951.432,39 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.526.240,14 m: 5.953.373,61 m
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    Hafen Gauensiek (2019)

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    Hafen Gauensiek (1925)

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  • Hafen Gauensiek (2019), Spülgraben

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    Hafen Gauensiek (2019), Uferbefestigung

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Der Hafen von Gauensiek im Ort Drochtersen liegt am Gauensieker Schleusenfleth, das in den Ruthenstrom mündet und von dort in die Elbe fließt. Die Hafenanlage Gauensiek befindet sich ursprünglich an der Wischhafener und Gauensieker Süderelbe und bietet als historisches Gesamtensemble ein detailreiches Beispiel für die Häfen im Kehdinger Land. Neben dem Hafenbecken und Resten einer Werft ist hier auch noch ein denkmalgeschützer Ziegelschornstein aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten. Eine Besonderheit ist die als Kulturdenkmal eingestufte Spülschleuse. Ein Schöpfwerk, eine Slipanlage und ein Göpel komplettieren die Hafenanalage.

Kulturlandschaftlicher Bezug
Häfen waren in Kehdingen bis zum intensivierten Straßenbau im 19. Jahrhundert die wichtigste Verbindung zur Außenwelt; Gauensiek war für das Kehdinger Land ein bedeutender Hafenplatz. 1899 waren hier 20 Ewer (Plattboden-Segelschiffe) beheimatet. Das Gesamtensemble lässt auch heute noch unter anderem mit Werft, Anleger und Spülschleuse die ehemalige hohe Bedeutung erahnen und gibt einen guten Eindruck von Technik und Wirtschaft in dieser maritimen Kulturlandschaft. Noch heute existiert nur wenige Kilometer entfernt das Klinkerwerk Rusch.

Entstehungsgeschichte
Der Gauensieker Hafen wurde spätestens im 18. Jahrhundert errichtet und besteht bis heute. Auf der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1769 ist die Lage eingezeichnet. 1843 wurde die Spülschleuse erbaut; für den im gleichen Jahr fertiggestellten Gauensieker Kanal bestand ein Pachtkontrakt „auf ewige Zeiten“ zwischen Bauernschaft Gauensiek und Landdrostei Stade. Das westliche Ufer war abgestackt, also durch Steine oder Buschwerk befestigt. Hinzu kam eine Kaimauer zum Laden und Löschen der Schiffe. Seit 1844 (1852) sind Schiffswerften belegt: Johann Funk bis 1890 mit dem Bau von hölzernen Ewern, Galeassen (eine Gelasse ist eine Kombination aus Ruder- und Segelschiff), Schonern. Von 1896 bis 1976 betrieb die Familie Schulze die Werft mit Schwerpunkt auf Schiffsumbauten. Ab 1988 war die Anlage an Thomas Paetzel verpachtet; heute dient sie als Bootslager, Hausbootvermietung, Eigentümer: G. Makris. Ab 1853/54 wird die Öl‐Senffabrik des Gauensieker Kornhändlers Becker auf dem Werftgelände erwähnt. Ab 1921 siedelten sich drei Ziegeleien im Bereich des Hafens an, Ziegelei Borcholte (Nachfolger: Bartels u. Böhan), Ziegelei W. Eylmann und Ziegelei Ropers (an der Gauensieker Süderelbe Richtung Ritsch). Bedeutend war der Gauensieker Hafen vor allem als Umschlaghafen, z. B. für die Ziegelindustrie, wo die Ziegel hauptsächlich nach Hamburg verschifft wurden. Auch Getreide und Obst aus den umliegenden Dörfern, vornehmlich Drochtersen, wurden oft verladen. Im Gauensieker Hafen bestand über lange Zeiten die Zolleinnahmestelle. Die beiden ehemaligen Zollhäuser liegen hinter dem Deich am Schäferstieg Nr. 5 und 6.
Mit Bau des Gauensieker Schöpfwerkes im Innendeich 1929 wurde die schiffbare Verbindung „Fleth ‐ Hafen“ unterbrochen. Nach der verheerenden Sturmflut von 1962 baute man den Hafen aus. Bei der Sturmflut von 1976 kam es zu Deichbrüchen in Drochtersen und Gauensiek. Nach der Sturmflut wurde der neue Elbdeich errichtet. Durch das Sperrwerk Ruthenstrom, Inbetriebnahme 1978, ist der Hafen Gauensiek für größere Schiffe nicht mehr erreichbar.

Baubeschreibung
Neben dem Hafenbecken und der Werft ist hier auch noch der Ziegelschornstein der früher hier ansässigen Senffabrik erhalten. Eine Besonderheit ist die als Kulturdenkmal eingestufte Spülschleuse, die dazu dient, das Hafenbecken von Schlick zu befreien. Der Spülgraben wird bei Hochwasser gefüllt, die Schleuse geschlossen und eine Stunde vor Niedrigwasser wieder geöffnet. Das ausströmende Wasser reißt den Schlick mit sich. Die Spülschleuse wurde 1843 in Betrieb genommen. Der Spülvorgang kann täglich besichtigt werden. Ein Schöpfwerk von 1929 entwässert die hinter dem Deich liegende Marsch über das Gauensieker Schleusenfleth. Daneben sind noch eine Slipanlage und ein Göpel erhalten.

Kultureller Wert
Der kulturelle Wert des Gauensieker Hafen ist hoch, da hier noch heute funktionstüchtige Elemente einer lokalen Hafenanlage existieren und funktionieren. Seine Einbettung in die Kulturlandschaft ist ganz typisch.

Lage und Anfahrt
Adresse: Gauensieker Hafenstraße, 21706 Drochtersen
In Drochtersen von der Gauensieker Straße in die Gauensieker Hafenstraße abbiegen.

(Felicitas Faasch und Frank Andraschko (www.agil-online), erstellt im Auftrag der Arge Maritime Landschaft Unterelbe in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Stade, dem Natureum Niederelbe, dem Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum, dem Detlefsen-Museum Glückstadt und der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Stade. Gefördert von der Metropolregion Hamburg, der Alles-Gute-Stiftung der Kreissparkasse Stade und dem Landkreis Stade, 2019)

Hafen Gauensiek

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Gauensieker Hafenstraße
Ort
21706 Drochtersen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1760 bis 1800

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„Hafen Gauensiek”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-298079 (Abgerufen: 8. April 2020)
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