Ehemaliges Torfabbaugebiet Dryßenmoor

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Naturschutz
Gemeinde(n): Ecklak
Kreis(e): Steinburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Koordinate WGS84 53° 57′ 21,96″ N: 9° 14′ 41,72″ O / 53,9561°N: 9,24492°O
Koordinate UTM 32.516.071,40 m: 5.978.665,22 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.516.147,46 m: 5.980.617,18 m
  • Schematische Darstellung des Torfstechens (Torfabbau)

    Schematische Darstellung des Torfstechens (Torfabbau)

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  • Schematische Darstellung des Aufsetzens der Torfsoden

    Schematische Darstellung des Aufsetzens der Torfsoden

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  • Schematische Darstellung des Stapelns von Torfsoden zu "Ringeln" (Rundhaufen)

    Schematische Darstellung des Stapelns von Torfsoden zu "Ringeln" (Rundhaufen)

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  • Schematische Darstellung des Transportes von Torf mithilfe von Kähnen über Wasser

    Schematische Darstellung des Transportes von Torf mithilfe von Kähnen über Wasser

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  • Torfschichten im Himmelmoor (2017)

    Torfschichten im Himmelmoor (2017)

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Bis in die 40er Jahre wurde in dem sich hier erstreckenden Hochmoor, dem Dryßenmoor, Torf gestochen. Auch wenn heute mit der Aufschüttung des Aushubs aus dem Schleusenneubau in Brunsbüttel nicht mehr viel vom Torfabbau zu sehen ist, so hat dieser die Landschaft hier stark geprägt. Torf bedeutet übersetzt so viel wie der „Abgestochene“, der „Losgelöste“ und bezieht sich natürlich auf die Torfsoden.

Torfabbau
Die mühsame und schwere Arbeit des Torfabbaus begann mit dem Torfstechen im Frühjahr vor der ersten Heuernte. So konnte der Torf während des Sommers trocknen. Zu Beginn wurde die obere Kleischicht abgetragen. Dann entstand durch senkrechte Einschnitte in Längs- und Querrichtung mit dem Torfmesser die Torfbank. Die Torfbank legte so die Breite und Höhe der Torfsoden fest. Mit dem Torfspaten wurden dann Soden aus dem Verband abgestochen. Die abgestochenen Soden lagerten auf der Oberkante der Torfbank, bis der Packer die Soden auf eine Holzkarre verlegt und zum Trockenplatz brachte.

Auf dem Trockenplatz
Während der ersten Trockenphase wurden die Soden jeweils zu sechst oder acht aufgeschichtet. In der dann folgenden zweiten Trockenphase erfolgte die Lagerung der Soden in Rundhaufen. Beim „Ringeln“, wie das Zusammensetzen der Rundhaufen genannt wird, sind die Lücken zwischen den einzelnen Soden entscheidend. Der durch diese Lücken pfeifende Wind trocknete die Soden, bis sie im Herbst zum Verheizen mit nach Hause genommen wurden.

Auf dem Torfkahn
Der Torf wurde von den Bauern nicht nur für den Eigenbedarf abgebaut, sondern auch an Händler in Wilster verkauft. Von Ecklak aus erfolgte der Transport mit Torfkähnen auf der Wettern und der Wilster Au nach Wilster.

Heutige Nutzung
Heute wird Torf vor allem im Gartenbau verwendet. Als Substrat zur Bodenverbesserung hält es das Wasser im Boden und lockert durch seine Struktur Böden auf. Auf dem ehemaligen Torfabbaugebiet des Drypeßnmoors wird heute der Aushub des Baus der 5. Schleusenkammer für den Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel gelagert. Hierfür wurde eigens ein Bootsanleger am Nord-Ostsee-Kanal gebaut.

Lage und Anfahrt
Hinter dem Wohnhaus Wolfsnest 11 weiter gerade aus in Richtung Nord-Ostsee-Kanal fahren. Mit dem PKW vor Erreichen des Nord-Ostsee-Kanals parken, mit dem Fahrrad bis zum Nord-Ostsee-Kanal vorfahren. Auf dem Weg zum Nord-Ostsee-Kanal liegt rechter Hand das ehemalige Torfabbaugebiet.

(Holstein Tourismus e.V. und RegionNord GbR, 2018)

Quelle
Holstein Tourismus, Informationstafeln für Erlebnis- und Informationspunkte in der Wilstermarsch mit „Land unter-Tour“

Internet
holstein-tourismus.de (abgerufen 15.11.2018)
wilster.de: Ecklak (abgerufen 15.11.2018)

Ehemaliges Torfabbaugebiet Dryßenmoor

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Wolfsnest 11
Ort
25572 Ecklak
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Übernahme aus externer Fachdatenbank
Historischer Zeitraum
Ende 1940 bis 1950

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Ehemaliges Torfabbaugebiet Dryßenmoor”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277979 (Abgerufen: 17. Mai 2021)
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