Abschnitt des Nord-Ostsee-Kanals bei der Hochdonner Eisenbahnbrücke

NOK, Kiel Canal, bis 1948 Kaiser-Wilhelm-Kanal

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Burg (Dithmarschen) , Gribbohm , Hochdonn
Kreis(e): Dithmarschen , Steinburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Koordinate WGS84 54° 01′ 8,29″ N: 9° 17′ 52,76″ O / 54,01897°N: 9,29799°O
Koordinate UTM 32.519.524,15 m: 5.985.673,33 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.519.601,41 m: 5.987.628,16 m
  • Nord-Ostsee-Kanal (2016)

    Nord-Ostsee-Kanal (2016)

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    Hänel, Gerald GARP
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Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt und verbindet seit über 100 Jahren die Nord- und Ostsee miteinander. Acht Jahre hat der Bau des Nord-Ostsee-Kanals gedauert. Rund 9.000 Arbeiter hoben 80 Mio. m³ Erde aus, bauten Brücken und Fähren. War der Kanal bei seiner Eröffnung 1895 ursprünglich nur 67 Meter breit, so wurde er bis 1914 auf 103 Meter erweitert. Auch danach wurde der Kanal in einer dritten Phase weiter vergrößert.

Meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt
Der Nord-Ostsee-Kanal ist auch nach über 100 Jahren noch immer die am meisten befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Grund dafür ist der Wegevorteil. Im Schnitt sparen Schiffe 450 Kilometer Wegstrecke bei der Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal. Der ursprüngliche, 1895 eröffnete Kanal wurde in zwei Ausbauphasen 1907 bis 1914 und 1965 bis 2002 erweitert. Der Kanal ist knapp 100 Kilometer lang, 162 Meter breit und 11 Meter tief. Zum Vergleich: Beim ursprünglichen Bau waren es nur 58 Meter Breite und 8,5 Meter Tiefe. 2017 befuhren rund 30.300 Schiffe den Nord-Ostsee-Kanal, hinzukommen rund 10.000 Sportboote. Eine Kanalpassage dauert bei der maximalen Geschwindigkeit im Kanal von 15 Km/h ca. 8 Stunden. 12 Ausweichstellen mussten angelegt werden, damit zwei Schiffe auf Gegenkurs hier gefahrlos passieren können.

Brücken
Deutlich sichtbare Landmarken sind die Brücken, die den Nord-Ostsee-Kanal überqueren. Insgesamt 10 Brücken mit einer Standard-Durchfahrtshöhe von 42 Metern überspannen den Kanal. Von Hochdonn aus sichtbar sind die Eisenbahnbrücke in Hochdonn sowie die Straßenhochbrücke in Brunsbüttel. Die weithin sichtbare Eisenbahnbrücke wurde aus 15.000 Tonnen Stahl gebaut und ist gut zwei Kilometer lang. Beeindruckend sind auch die mächtigen Dämme, die zur Brücke hinaufführen. Die Hochdonner Eisenbahnbrücke wurde im Zuge der zweiten Kanalerweiterung bis 1920 gebaut und ist heute die drittälteste Brücke am Nord-Ostsee-Kanal. Die Straßenhochbrücke in Brunsbüttel ist mit 2,8 Kilometern sogar noch länger. Ergänzend zu den Brücken gibt es entlang des gesamten Nord-Ostsee-Kanals noch zwei Tunnel und 14 Fährstellen.

Schleusenbau in Brunsbüttel
Auch aktuell wird am Nord-Ostsee-Kanal gebaut. In Brunsbüttel entsteht eine fünfte Schleusenkammer. Der Aushub vom Bau wird hier direkt am Kanal in Richtung Brunsbüttel angelandet und gelagert. Im Schleusen-Infozentrum in Brunsbüttel erhält man im Rahmen von Führungen einen spannenden Einblick in die aktuelle Bauphase.

Öffentliche Parkplätze
Parkmöglichkeiten stehen direkt am Nord-Ostsee-Kanal (Südseite 25712 Hochdonn) zur Verfügung.

(Holstein Tourismus e.V., 2017)

Internet
wsa-brunsbuettel.wsv.de: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel - Wir verbinden Meere (abgerufen 16.11.2018)
holstein-tourismus.de: Nordseeland Dithmarschen, Brunsbüttel & Burg (abgerufen 16.11.2018)
nok-route.de: Technik am Nord-Ostsee-Kanal (abgerufen 16.11.2018)

Abschnitt des Nord-Ostsee-Kanals bei der Hochdonner Eisenbahnbrücke

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
6
Ort
25712 Hochdonn
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1895

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Abschnitt des Nord-Ostsee-Kanals bei der Hochdonner Eisenbahnbrücke”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277973 (Abgerufen: 28. September 2020)
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