Jüdischer Friedhof in Steinbach am Donnersberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Steinbach am Donnersberg
Kreis(e): Donnersbergkreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Jüdischer Friedhof in Steinbach am Donnersberg (2017)

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Der jüdische (neue) Friedhof liegt am östlichen Ortsausgang der Gemeinde Steinbach am Donnersberg. Die Begräbnisstätte erstreckt sich südlich der Standenbühler Straße an der Abzweigung der Straße, die zur unteren Mühle führt. Der Friedhof umfasst eine Fläche von etwa 580 qm. Belegt wurde der Friedhof vermutlich ab 1842. Die letzte Bestattung auf dem im Jahr 1902 erweiterten Begräbnisplatz fand 1937 statt. Die meisten der 50 überkommenen Grabsteine mit hebräischer (teilweise auch deutschsprachiger) Inschrift stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die niedrige Umfassungsmauer ist original erhalten. Der Friedhof wurde 1975 renoviert; dabei wurden Grabeinfassungen und Sockel entfernt.

Steinbach hatte einen zweiten jüdischen Friedhof. Um 1780 war eine erste Begräbnisstätte in der Dorfmitte angelegt worden. Auf ihr wurden auch Verstorbene aus Börrstadt begraben. Dieser Friedhof wurde 1952 an einen Privatmann verkauft.

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Steinbach am Donnersberg
Die Entstehung der jüdischen Gemeinde geht ins 18. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1780 gab es in Steinbach bereits elf jüdische Familien. Ihre größte Stärke erreichte die Gemeinde in den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1828 stellten die 112 in Steinbach lebenden Juden 17,3 % der Gesamtbevölkerung. Dann ging die Zahl kontinuierlich zurück auf noch 18 Gemeindemitglieder im Jahr 1938.
Von 1854 an gehörten auch die bis in die 1880er Jahre im benachbarten Börrstadt lebenden jüdischen Personen zur Gemeinde in Steinbach.

Als Synagoge diente ein vor 1700 errichtetes Gebäude in der Kirchstraße, das 1806 für 500 Gulden von der jüdischen Gemeinde erworben worden war. Es soll sich um das ehemalige Hofhaus des Junkers von Oberstein gehandelt haben. Die Synagoge entging im Jahr 1938 der Vernichtung, weil auch Mieter in dem Gebäude wohnten.
Das Erdgeschoss des Synagogen-Gebäudes diente seit 1828 als jüdische Volksschule. Eine weitere Einrichtung der Gemeinde war das Badhäuschen neben der Synagoge, in dem sich ein rituelles Bad befand. Beide Gebäude wurden in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgebrochen.

(Johannes Weingart, 2017)

Internet
www.alemannia-judaica: Steinbach am Donnersberg (abgerufen 04.04.2017)

Literatur

Alicke, Klaus-Dieter (2008)
Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. S. Band 3, Sp. 3926 ff.. Gütersloh.
Fischbach, Stefan / Westerhoff, Ingrid (Bearb.) / Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2005)
Synagogen Rheinland-Pfalz - Saarland: "... und dies ist die Pforte des Himmels". (Gedenkbuch der Synagogen in Deutschland 2.) Mainz.
Generaldirektion Kulturelles Erbe (Hrsg.) (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Donnersbergkreis (Stand 15. August 2017). S. 52, Rheinland-Pfalz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Donnersbergkreis (PDF), abgerufen am 08.01.2018
Knopp, Werner / Landesarchiverwaltung Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (1975)
Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945. In: Statistische Materialien zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Band 16.) Koblenz.
Krienke, Dieter (1998)
Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 15: Donnersbergkreis. Worms.
Kukatzki, Bernhard (1998)
Jüdische Kultuseinrichtungen in der Verbandsgemeinde Winnweiler. Synagogen, Friedhöfe, Ritualbäder in Börrstadt, Breunigweiler, Imsbach, Münchweiler a. d. Alsenz, Steibach a. Donnersberg, Winnweiler. Mannheim.
März, Michael (1990)
Steinbach am Donnersberg. Geschichtliches über Land und Leute. S. 367-379. Steinbach.
Nordpfälzer Geschichtsverein (Hrsg.) (1992)
Jüdisches Leben in der Nordpfalz. Eine Dokumentation des Nordpfälzer Geschichtsvereins. S. 47, 76, 78. Otterbach.
Weber, Otmar (2005)
Die Synagogen in der Pfalz von 1800 bis heute unter besonderer Berücksichtigung der Synagogen in der Südwestpfalz. S. 151. Dahn.

Jüdischer Friedhof in Steinbach am Donnersberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Untere Mühle
Ort
67808 Steinbach am Donnersberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1780
Koordinate WGS84
49° 35′ 51″ N, 7° 57′ 44,11″ O / 49.5975°, 7.96225°
Koordinate UTM
32U 425009.35 5494397.53
Koordinate Gauss/Krüger
3425054.63 5496156.13

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„Jüdischer Friedhof in Steinbach am Donnersberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-274561 (Abgerufen: 24. Februar 2018)
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