Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld

Hainfelder Kapelle, Max-Joseph-Kapelle, St.-Josephs-Kapelle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hainfeld
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld (2017)

    Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld (2017)

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    Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld (2017)

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Die Maximilian-Joseph-Kapelle liegt an der Landstraße L 512 nördlich von Hainfeld. Sie ist auch unter den Namen Max-Joseph-Kapelle, Hainfelder Kapelle oder St.-Josephs-Kapelle bekannt.

Architektur
Die Kapelle ist ein Rechteckbau mit einer kleinen, offenen Vorhalle. Das Gebäude wurde im Jahre 1824 errichtet. Anlass war das 25-jährige Regierungsjubiläum des damaligen Königs Max-Joseph I. (1756-1825) von Bayern. Ein Vorgängerbau aus dem Jahre 1685 war im Zuge der französischen Revolutionskriege zerstört worden. Das weit vorgezogene, etwas überdimensioniert wirkende Walmdach ruht auf zwei hölzernen Stützen. Der Zugang zur Kapelle erfolgt über zwei bzw. drei Trittstufen und die mit Sandsteinplatten ausgelegte Vorhalle.

Der quadratische aus Sandstein gemauerte Kirchenraum wurde aus Abbruchmaterial eines oder mehrerer Gebäude errichtet. Darauf weisen die unterschiedlichen Bearbeitungsweisen (z.T. unregelmäßig, grob behauen, gefast) und die Farbe der Standsteine und Sandsteinblöcke hin. Zum Teil wurde auch loses Sandsteinmaterial verbaut. An der Vorderseite befinden sich neben dem Eingangsportal zwei Mauereinlässe, die einen Blick in das Innere der Kapelle gewähren. Über dem Portal ist ein ovales Fenster eingelassen. Die Fensteröffnungen sind mit Eisengitterstäben versehen.

Gestiftet wurde die Kapelle durch die Gemeinde Hainfeld. Dies geht aus einer Tafel hervor, die rechts neben dem Eingangsportal angebracht ist:
„MAXMILIAN JOSEPHKAPPEL – GESTIFT DURCH DIE GEMEIND HAINFELT - DEN16TEN FEBRUAR 1824“.

Die Kapelle ersetzt die in den Jahren 1685 und 1686 durch Andreas Hagenbucher erbaute ursprüngliche Kapelle. Hiervon zeugt der Scheitelstein des Rundbogens über der Eingangstür. Der Stein soll aus einem alten Hainfelder Bürgerhaus stammen (Weinmann 1975, S. 106). Bei der Errichtung der Kapelle wurden die rundbogig geschlossenen und profilierten Portalgewände in den Neubau einbezogen. Auf diesem ist die Jahreszahl 1685 sowie ein Emblem mit den Buchstaben IHS (lateinisch: Iesus Hominum Salvator = Jesus Erlöser der Menschen) und darunter A HB (Andreas Hagenbucher) zu erkennen. Eine zweite Steintafel ist links neben dem Eingangsportal angebracht. Sie erinnert an die Renovierung des Bauwerks im Jahre 1959 durch die Gemeinde Hainfeld:
„ST JOSEPH-KAPELLE ERBAUT 1685 86 VON ANDREAS HAGENBUCHER 1959 VON DER GEMEINDE HAINFELD ERNEUERT“.

Die Maximilian-Joseph-Kapelle steht unter Denkmalschutz.

(Matthias C.S. Dreyer, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2018)

Internet
www.hainfeld.de: Ortsgeschichte Hainfeld (aufgerufen 29.03.2018)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe (Hrsg.) (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Südliche Weinstraße (Denkmalverzeichnis Südliche Weinstraße, 26. Januar 2017). Kreis Südliche Weinstraße. S. 47, Mainz.
Imhoff, Andreas / Landkreis Südliche Weinstraße (Hrsg.) (2001)
Die Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums von König Max I. Joseph von Bayern 1824 in der Südpfalz. (Heimat-Jahrbuch Landkreis Südliche Weinstraße - 2002, Jahrgang 24.) S. 95-98. S. 97, Otterbach.
Weinmann, Fred (1975)
Kapellen im Bistum Speyer. S. 106, Speyer.

Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Landstraße L 512
Ort
76835 Hainfeld
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1685 bis 1824
Koordinate WGS84
49° 15′ 44,19″ N, 8° 06′ 11,54″ O / 49.26228°, 8.1032°
Koordinate UTM
32U 434751.61 5456999.27
Koordinate Gauss/Krüger
3434800.98 5458743.09

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„Maximilian-Joseph-Kapelle in Hainfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272354 (Abgerufen: 18. August 2018)
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