Mammutbäume in Godramstein

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Landau in der Pfalz
Kreis(e): Landau in der Pfalz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Zwei Mammutbäume an der Bahnhofstraße in Godramstein (2017)

    Zwei Mammutbäume an der Bahnhofstraße in Godramstein (2017)

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  • Zwei Mammutbäume in Godramstein aus der Entfernung (2017)

    Zwei Mammutbäume in Godramstein aus der Entfernung (2017)

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  • Mammutbaum in Godramstein, Ansicht von unten (2017)

    Mammutbaum in Godramstein, Ansicht von unten (2017)

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Kalifornische Bäume in Godramstein, in einem Stadtdorf von Landau in der Pfalz? Die ursprünglich in Kalifornien wachsenden Mammutbäume können auch in Mitteleuropa wachsen, denn sie sind frostverträglich. In Landau in der Pfalz gibt es gleich mehrere Mammutbäume, die als Naturdenkmale ausgewiesenen sind. Die ca. 30 Meter hohen Bäume an der Bahnhofstraße im Stadtdorf Godramstein gehören zu den höchsten im Landauer Stadtgebiet. Sie stehen am südlichen Ortsrand an der Stelle, wo die Bahnhofstraße und die Annweilerstraße aufeinander treffen. Dort wurden sie um 1860 gepflanzt; die ersten Samen des Mammutbaums (Sequoiadendron giganteum) wurden sieben Jahre zuvor nach Deutschland gebracht. Die zwei Mammutbäume an der Godramsteiner Bahnhofstraße wurden am 18.06.1968 zu Naturdenkmalen erklärt.

Besonderheiten eines Mammutbaums
Bemerkenswert ist die Rinde des Mammutbaums, denn sie hat einen hohen Gerbsäuregehalt. Dieser schützt den Baum nicht nur vor Bränden, sondern auch vor Insekten und sogar vor Pilzen. Erstaunlich ist außerdem das Alter, das Mammutbäume erreichen können. Die ältesten dieser Bäume sollen über 3000 Jahre alt sein. Mammutbäume werden in der Regel 50 bis 80 m hoch. Sie zählen zu den ältesten Gewächsen und größten Lebewesen der Erde. Ihre Krone ist anfangs ebenmäßig kegelförmig, im Alter breit und unregelmäßig gerundet. Die Bäume gehören zu den Zypressengewächsen.
Häufig wachsen Mammutbäume in Gruppen, weil sie so besser vor Entwurzelungen durch starken Wind geschützt sind. Trotz ihrer Größe verankern sich die Bäume nämlich nur geringfügig im Boden, sie haben ein sehr flaches Wurzelwerk. Aus diesem Grund sind sie auch nur schwierig verpflanzbar und daher eher selten als Parkbäume zu finden. Sehenswerte Exemplare gibt es unter anderem im nahen Kurpark von Gleisweiler. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Mammutbäume zumeist in weiträumig angelegten englischen Landschaftsgärten angepflanzt. Die zwei Mammutbäume an der Bahnhofstraße im Stadtdorf Godramstein stehen an einem unbefestigten Parkplatz nahe einer Baumschule.

(Monika Vogel, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)

Internet
www.naturschutz.rlp.de: Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Landkreis Landau i.d.Pf. (PDF-Datei, 10,9 MB, Stand 26.06.1968, abgerufen 04.04.2018)
www.geo.de: Der Mammutbaum. Rekordhalter der Bäume (Geolino, abgerufen 05.04.2018)
www.landau.de: Naturdenkmäler der Stadt Landau in der Pfalz (Stand Juni 2003, abgerufen 10.04.2018)

Literatur

Hecker, Ulrich (1995)
Bäume und Sträucher. BLV Handbuch. S. 156 ff, München.

Mammutbäume in Godramstein

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Bahnhofstraße
Ort
76829 Landau in der Pfalz - Godramstein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Übernahme aus externer Fachdatenbank
Historischer Zeitraum
Beginn 1860
Koordinate WGS84
49° 12′ 27,38″ N, 8° 04′ 37,86″ O / 49.20761°, 8.07718°
Koordinate UTM
32U 432784.36 5450944.55
Koordinate Gauss/Krüger
3432832.95 5452685.94

Empfohlene Zitierweise

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„Mammutbäume in Godramstein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272266 (Abgerufen: 19. November 2018)
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