Plange Mühle Homberg

Plangemühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Duisburg
Kreis(e): Duisburg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Eingangsbereich mit Mühlengebäude im Hintergrund (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Eingangsbereich mit Mühlengebäude im Hintergrund (2016)

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    Hans-Michael Altemüller
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  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Löschen von Getreide aus einem Binnenschiff (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Löschen von Getreide aus einem Binnenschiff (2016)

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  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Eingangsbereich mit Mühlengebäude und Silos im Hintergrund (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Eingangsbereich mit Mühlengebäude und Silos im Hintergrund (2016)

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  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Löschen von Getreide aus einem Binnenschiff (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Löschen von Getreide aus einem Binnenschiff (2016)

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  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Binnenschiff am Kai der Mühle beim Löschen von Getreide (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Binnenschiff am Kai der Mühle beim Löschen von Getreide (2016)

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  • Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Getreidesilos (2016)

    Plange Mühle in Duisburg-Homberg, Getreidesilos (2016)

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Lage
Südwestlich der Einfahrt zum Rhein-Ruhrhafen Duisburg liegt oberhalb des Prallhanges des Homburger Rheinbogens die Plange Mühle. Das Steilufer ist durch eine hohe Kaimauer befestigt. Am Fuß des Hanges verläuft der alte Treidelpfad. Auf der Nordseite der Mühle befindet sich die Straße, die Duisburg-Homberg mit Moers im Hinterland verbindet. Standort der Mühle, die heute in den Ort integriert ist, ist das „Mühlenfeld“ zwischen der Mühlenstraße und der Zechenstraße.

Gebäude
Die Prange Mühle ist ein Industriemühle, die aus mehreren Gebäuden mit unterschiedlichen Funktionen besteht. Hierzu gehört das 7 bis 8-stöckige aus Klinker errichtete neugotische Mühlengebäude mit seinen Ecktürmen. Weithin sichtbar sind die Klinkerbauten des Getreidespeichers mit ihren schlichten Fassaden sowie die modernen zylindrischen Silos auf der Rheinseite. Zum Gebäudekomplex gehören außerdem das Mehlmagazin, das Verwaltungsgebäude, die modernen Laborgebäude und die Lagerhallen. Die Mühle zählt heute zu den 30 Großmühlen in Deutschland.
Maschinen aus vergangenen Zeiten sind in der Mühle nicht mehr vorhanden, wohl einige an der Außenwand des Gebäudes angelehnte Mahlsteine.
Am Kai ist ein historischer Verladekran erhalten. Am Schiffsanleger befinden sich außerdem eine moderne Löschanlagen. Mit Hilfe ihrer Saugrohre gelangt das angelieferte Getreide direkt in die Silos.

Geschichte
Im Jahre 1808 beschloss der Gemeinderat von Homberg, unweit vom Rhein eine eigene Windmühle als Getreidemühle zu errichten, da die nächstgelegene Mühle in Ruhrort zu einer anderen Landesherrschaft gehörte. Das Gelände um die neue Mühle erhielt den Namen „Mühlenfeld“. 1856 wurde die Mühle von Johann Küpper, Sohn des Gründers der Mühlenwerke Johann Küpper sen., erworben.
Die zunehmende Bebauung im Umfeld der Mühle schränkte die für den Mahlbetrieb notwendige Windkraft ein. Daraufhin wurde 1874 eine moderne Dampfmühle an der Straße nach Moers errichtet.
1905-1907 erfolgte der Neubau einer elektrisch betriebenen Mühle, die direkt am Rhein lag. Der zentrale Elektromotor trieb durch Transmissionen weitere Maschinen an in der Mühle, im Mehlmagazin und im Verwaltungsgebäude.
In den folgenden Jahren fanden weitere Vergrößerungen, Modernisierungen und Fusionen statt. So wurden zwischen 1936-1939 der Getreidespeicher und um 1980 die zylindrischen Silos errichtet. 1999 fand die Fusion mit der Wehrhahn Mühlen GmbH statt. Die hierzu gehörenden Mühlen erhielten den Namen der Georg Plange KG, hier also den Namen „Plange Mühle Homberg“.

Seit 2000 ist die Mühle spezialisiert auf Roggenmehl und Roggenschrot. Ihre Märkte befinden sich am Niederrhein und in den Benelux-Ländern. Der Rohstoff Getreide wird aus der Umgebung per LKW und aus Frankreich per Schiff angeliefert. 2001 erhielt die Mühle die moderne Löschanlage am Rhein.
Seit 2016 ist der historische Gebäudekomplex der Plange Mühle mit Mühlegebäude, Mehlmagazin, Verwaltungsgebäude, Getreidespeicher, Silos und Kaimauer, als Baudenkmal ausgewiesen.

(Elisabeth Zenses, Rheinische Mühlen-Dokumentationszentrum e.V., 2017, erfasst im Rahmen des Verbundprojekts „Aufnahme der Mühlen im Rheinland“)

Internet
historisches-homberg.de: Freundeskreis historisches Homberg e.V. - Homberger Geschichte - Hombergs Mühle mahlt schon seit 100 Jahren (abgerufen 15.04.2017)
stadt-panorama.de: Bezirksvertretung Homberg will Plange Mühlenwerke schützen. Getreidemühle wird zum Baudenkmal (abgerufen 15.04.2017)

Plange Mühle Homberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Zechenstraße 2
Ort
47198 Duisburg - Homberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1905 bis 2001
Koordinate WGS84
51° 26′ 58″ N, 6° 42′ 48,04″ O / 51.44944°, 6.71334°
Koordinate UTM
32U 341110.77 5702286.85
Koordinate Gauss/Krüger
2549632.65 5701889.45

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Plange Mühle Homberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271133 (Abgerufen: 27. Mai 2018)
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