Braunkohlengrube Anna in Haanrade bei Kerkrade

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Kerkrade
Kreis(e):
Bundesland:
Die Konzession für den dortigen Braunkohlenabbau wurde 1920 verliehen, aber es dauerte noch bis 1943, bevor die erste Braunkohle gewonnen wurden. Die Braunkohlengrube Anna war von 1943 bis 1960 in Betrieb. Es zeigte sich, dass die Konzession unverkäuflich war und deswegen wurde sie den niederländischen Staat übertragen. Erst im Zweiten Weltkrieg gab es Anfragen, dort Braunkohle abzubauen.

Die Firma Carisborg wurde auserwählt und kaufte die Konzession für 27.000 Niederländische Gulden, denn sie verfügte über die ältesten Rechte, da sie bereits 1920 die Grube als Reservegrube erwerben wollte. Außerdem betrieb die Firma Carisborg auch eine Brikettenfabrik in Terweegen. Da die Firma Carisborg die Grube als Reservefläche betrachtete, wurde von staatlicher Seite gefordert, dass auch dritte Betriebe dort Braunkohle abbauen konnten. Mit der Firmengruppe P.C. Zanen aus Heemstede und W. van Maanen aus Arnheim wurde einen Vertrag für den Abbau von 400.000 Tonnen Braunkohle geschlossen, der am 1. Juli 1948 endete.
Nach der Erschöpfung der Grube betrieb die Firma Carisborg die Grube Anna für die Erzeugung von Briketts seit August 1949 selber. 1950 begann man mit der Produktion von kleinen Briketts für den Hausbrand. Jährlich wurden bis zu 83.600 Tonnen Briketts erzeugt und nach Belgien, Deutschland und Frankreich exportiert. Durch die dortigen verunreinigten Braunkohlenschichten, die nicht abgebaut werden konnten, sank die Produktion. Daraufhin wurde eine Grube in Richtung von Holtzkuilerveld erschlossen und einen Kontrakt mit der nah gelegenen deutschen Grube in Herzogenrath (Neubardenberg) für die Lieferung von Braunkohlen geschlossen.
1960 wurde in der Grube Anna lediglich 4.000 Tonnen Braunkohle gewonnen und der Abbau eingestellt. Seit 1958 wurde die Grube bereits als Mülldeponie der Gemeinde Kerkrade genutzt. Die Gemeinde Kerkrade erwarb die Grube 1967. Heute ist die ehemalige Grube Anna ein Naherholungsgebiet der Gemeinde Kerkrade und es befinden sich dort Sportanlagen.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2017)

Quelle
Bonnekaart (1:25.000), Blatt 764 Nieuwenhagen und 768 Kerkrade 1913

Internet
topotijdreis.nl: Tijdreis - 200 jaar topografie (abgerufen 10.02.2017)
www.demijnstreek.net: Bruinkooleygelshoven (abgerufen 10.02.2017, Inhalt nicht mehr verfügbar 24.05.2018)

Braunkohlengrube Anna in Haanrade bei Kerkrade

Schlagwörter
Ort
Kerkrade - Haanrade
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1920 bis 1943, Ende nach 1960
Koordinate WGS84
50° 53′ 5,76″ N, 6° 04′ 20,88″ O / 50.88493°, 6.07247°
Koordinate UTM
32U 294086.65 5641112.49
Koordinate Gauss/Krüger
2505143.56 5638848.2

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„Braunkohlengrube Anna in Haanrade bei Kerkrade”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-269945 (Abgerufen: 11. Dezember 2018)
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