Bahnhof Limburg-Eschhofen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Limburg a.d. Lahn
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
  • Südöstliche Ansicht des Güterschuppens (Vordergrund) sowie des Hauptgebäudes (Hintergrund) des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

    Südöstliche Ansicht des Güterschuppens (Vordergrund) sowie des Hauptgebäudes (Hintergrund) des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Östliche Ansicht des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Südansicht des Hauptgebäudes des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

    Südansicht des Hauptgebäudes des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Geschäft im ehemaligen Güterschuppen des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

    Geschäft im ehemaligen Güterschuppen des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Nördliche Ansicht des Güterschuppens sowie des Hauptgebäudes des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Südansicht des Güterschuppens des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Bahnsteig des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

    Bahnsteig des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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  • Gelände des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

    Gelände des Bahnhofs Limburg-Eschhofen (2017)

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Der Bahnhof Limburg-Eschhofen liegt an Bahnkilometer 48,95 der Lahntalbahn. Er ist außerdem Start- und Zielbahnhof der Main-Lahn-Bahn.

Herzstück des Bahnhofs ist das historische, langgestreckte Bahnhofsgebäude. Dieses besitzt ein flaches Satteldacht mit beschnitzten Sparrenenden. Die auffällige Fassadenverkleidung besteht aus gelben und roten Klinkersteinen.

Nach Eröffnung des Abschnitts der Lahntalbahn von Limburg nach Weilburg im Jahre 1862 gab es in Limburg-Eschhofen zunächst noch keinen regelrechten Bahnhof, sondern lediglich eine einfache Haltestelle, die südlich der Bahntrasse lag. Im Jahre 1875 eröffnete die Main-Lahn-Bahn von Eschhofen nach Niederselters. Seither trifft sie am Standort des heutigen Bahnhofs auf die Lahntalbahn und endet dort. Der Bahnhof ist daher ein Trennungsbahnhof.
Das Verkehrsaufkommen der Haltestelle Eschhofen dürfte im Zuge der allgemeinen Intensivierung des Bahnverkehrs Ende des 19. Jahrhunderts sowie dem Anschluss an die Main-Lahn-Bahn deutlich zugenommen haben. Aufgrund dessen wurde im Jahre 1896 die alte Haltestelle entfernt und auf der gegenüberliegenden Seite der Bahntrasse der heutige Bahnhof errichtet. Um 1906 wurde ein an das Hauptgebäude anschließendes Stellwerk errichtet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bahnhof Kriegsschäden, die in der Nachkriegszeit wieder behoben wurden. Des weiteren baute man in den 1950er Jahren einen Güterschuppen.
Die ursprüngliche Nutzung des Bahnhofsgebäudes sowie des Stellwerks und des Güterbahnhofs wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingestellt. Das Stellwerksgebäude wurde in den 1970er Jahren abgerissen.

Der Bahnhof war bis 1993 im Besitz der Deutschen Bahn und wurde dann an die Stadt Limburg verkauft. Dort wurde ein Jugendtreffpunkt sowie Mietwohnungen eingerichtet. Trotzdem stand der Bahnhof in den folgenden Jahren zum Teil leer und verwahrloste zunehmend.

Im Jahre 2013 ging das Gebäude an einen privaten Investor über, der es umfassend herrichtete. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden historische Merkmale des Baus restauriert und herausgestellt. Seit 2014 befinden sich in ihm sowie im Güterschuppen verschiedene Gewerbe, unter anderem Büros und ein Friseursalon. Die historischen Gebäude sind daher in einem sehr gepflegten Zustand. Ihre ursprünglichen Funktionen haben sie jedoch weitestgehend verloren.

Der Komplex befand sich noch zu Beginn des 20. Jahrhundert östlich von Eschhofen und lag damit weit von der Ortslage entfernt. Das Siedlungswachstum führte dazu, dass Eschhofen sich ausbreitete und um den Bahnhof herum wuchs. Heute liegt der Bahnhof in Limburg-Eschhofen.

Die ursprüngliche Haltestelle wurde wahrscheinlich vom Hochbauarchitekten Heinrich Velde (1827 bis 1905) geplant, so wie fast sämtliche anderen Hochbauten entlang der Lahntalbahn. Das heutige Hauptgebäude des Bahnhofs ist einer der wenigen Hochbauten der Lahntalbahn, die nicht von Velde stammen dürften.

(Jörn Schultheiß, hessenARCHÄOLOGIE, 2017)

Kartenquellen
Army Map Service (1951): M841 / GSGS 4414 & 4497, Sheet 5614 – Limburg, Germany, Jahr 1951
Königliches Ministerium für Handel etc. (1871): Topographische Karte, Blatt 5614 – Limburg, Jahr 1868
Königlich Preußische Landesaufnahme (1907): Preußische Neuaufnahme, Blatt 5614 – Limburg an der Lahn, Jahr 1907

Internet
denkxweb.denkmalpflege-hessen.de: DenkXweb - Bahnhof Limburg-Eschhofen (abgerufen am 09.06.2017)
wikipedia.org: Wikipedia - Bahnhof Limburg-Eschhofen (abgerufen am 09.06.2017)
nnp.de: Nassauische neue presse - Vorbildliche Sanierung (abgerufen am 09.06.2017)

Literatur

Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.) (2005)
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen: Eisenbahn in Hessen. Eisenbahnbauten und -strecken 1839 - 1939, Band 2.1. Wiesbaden.

Bahnhof Limburg-Eschhofen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Bahnhofstraße 38
Ort
65552 Limburg - Eschhofen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1862 bis 1896
Koordinate WGS84
50° 23′ 37,93″ N, 8° 06′ 19,28″ O / 50.39387°, 8.10535°
Koordinate UTM
32U 436409.22 5582806.93
Koordinate Gauss/Krüger
3436458.62 5584600.58

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Bahnhof Limburg-Eschhofen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-268884 (Abgerufen: 17. August 2018)
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