Dorf Hainchen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Netphen
Kreis(e): Siegen-Wittgenstein
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kapelle Mariä Empfängnis in Hainchen

    Kapelle Mariä Empfängnis in Hainchen

    Copyright-Hinweis:
    Annette Heusch-Altenstein / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Annette Heusch-Altenstein
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Hainchen ist eine der 40 westfälischen Ortschaften, die Justinus Bendermacher (1905-94) zwischen 1970 und 1975 ausführlich inventarisierte. In dieser Zeit des großen Strukturwandels im ländlichen Raum wollte der gelernte Architekt mit seiner Aufnahme verhindern, dass wesentliches Wissen über bäuerliche Siedlungsformen verloren ging.

Die vollständigen Inventare werden im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrt. Als Hausmerkmal für den Ort Hainchen wird im Kurzinventar das riegellose Fachwerk beschrieben und sein Ursprung erläutert. Der Begriff Riegel bezeichnet ein waagerechtes Holz zwischen den Ständern oder Stielen des Skelettbaus. In den „holzbeklommenen“ Zeiten sollte der „unverantwortlichen und übermütigen neuen Mode der Zimmermeister im Aufsetzen prächtiger Gebäude“ entgegengewirkt werden. Durch Erlass wurde 1751 bestimmt, die Hausschwellen drei Fuß hoch zu untermauern, um das Faulen der Balken zu verhüten. Es wurde eine Genehmigung vor Baubeginn vorgeschrieben und das Anbringen von solchen Riegeln in den Gefachen, die nur der Verschönerung dienten, verboten. All dies sollte der sparsamen Holzverwendung dienen. Da sich jedoch kaum jemand an die Vorgaben hielt, wurde 1790 eine Bauordnung als „Instruktion“ erlassen, die in den Dillenburger Nachrichten veröffentlicht wurde.

(Jan Spiegelberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. / LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger in Rheinland und Westfalen, Band 5: In 7 Etappen von Marburg über Siegen nach Köln. S. 88, Köln.

Dorf Hainchen

Schlagwörter
Ort
57250
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Koordinate WGS84
50° 51′ 11,81″ N, 8° 13′ 9,51″ O / 50.85328°, 8.21931°
Koordinate UTM
32U 445046.89 5633799.62
Koordinate Gauss/Krüger
3445099.42 5635613.5

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Dorf Hainchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-258347 (Abgerufen: 22. August 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang