Haus Kaldenhausen

Rittergut Preut

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Duisburg
Kreis(e): Duisburg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Haus Kaldenhausen (2016)

    Haus Kaldenhausen (2016)

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    Kai-William Boldt / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V.
    Fotograf/Urheber:
    Kai-William Boldt
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  • Haus Kaldenhausen (Rittergut Preut) als zweiteilige Wasserburg auf der Karte des Urkatasters der Stadt Duisburg (vor 1830).

    Haus Kaldenhausen (Rittergut Preut) als zweiteilige Wasserburg auf der Karte des Urkatasters der Stadt Duisburg (vor 1830).

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Haus Kaldenhausen geht historisch auf eine zweiteilige Wasserburg des Spätmittelalters zurück, auch bekannt als Rittergut Preut. Nach historischen Quellen kann diese Anlage mindestens bis 1454 zurück verfolgt werden. Solche Architekturen waren damals typisch für Adelssitze. Geprägt war Mitteleuropa zu dieser Zeit durch das Heilige Römische Reich; wirtschaftlich hatte die Hanse bis nach Nord- und Osteuropa die meisten Fäden in der Hand.
Auf die Preuts folgten als Besitzer die Herren von Wardt und schließlich bis 1870 die Familie Nyvenheim. Zwischenzeitlich erfolgten die Koalitionskriege und die zeitweise siegreichen Franzosen implementierten vor Ort den Sitz des Bürgermeisters von Friemersheim. Es folgte 1837 die Aufnahme in die Rheinische Rittergutsmatrikel; der Name Haus Kaldenhausen wurde offiziell. Die klassische Struktur und frühneuzeitliche Optik der Kulturlandschaft wurde aber immer mehr aufgebrochen, weil die Industrialisierung schließlich auch im linksrheinischen Raum mit einem extremen Landschaftsverbrauch korrelierte.
Bereits im 17. und 19. Jahrhundert ist das Ensemble stark verändert worden, in den 1950er Jahren folgte eine visuelle Vereinfachung der Strukturen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die historische Substanz zusätzlich durch den privatwirtschaftlichen Wohnungsbau stark verändert und dezimiert worden. Das herrschaftliche Haupthaus konnte allerdings komplett saniert werden, der Wassergraben wurde rekonstruiert und die lindenflankierte Zufahrt von der Düsseldorfer Straße blieb erhalten. Verschwunden sind die Wirtschaftgebäude: Remise (für Fahrzeuge beziehungsweise Werkzeuge) und Stallungen. Die neuen Gebäude markieren teils den historischen Bestand - erkennbar ist das unter anderem im Kartenwerk der Preußischen Neuaufnahme (Standorttreue). Fundament und Mauerwerk des Haupthauses bestehen in Teilen immer noch aus mittelalterlichem Baumaterial.
Seit 2000 befindet sich das Objekt unter der laufenden Nummer 49 als ehemaliger Adelssitz Haus Kaldenhausen in der Bodendenkmalliste der Stadt Duisburg.

(Kai-William Boldt, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. / LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
bauauskunft.duisburg.de: Bauauskunft online (abgerufen: 29.11.2016)

Haus Kaldenhausen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Düsseldorfer Straße 136
Ort
47239 Duisburg - Rumeln-Kaldenhausen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1454
Koordinate WGS84
51° 23′ 25,11″ N, 6° 39′ 19,79″ O / 51.39031°, 6.6555°
Koordinate UTM
32U 336881.23 5695838.48
Koordinate Gauss/Krüger
2545670.23 5695272.65

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„Haus Kaldenhausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-254839 (Abgerufen: 13. November 2018)
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