Nutzung durch die Freiwillige Feuerwehr Dörrebach
Im Keller des Volkshauses war die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde untergebracht (Dörrebacher Geschichte 2000, S. 57-58). Die Feuerwehr wurde infolge der Brandkatastrophe am 6. August 1911 gegründet, als schon in kürzester Zeit 30 Männer bereit waren, eine Wehrmannschaft aufzustellen, um Brände zu bekämpfen. Aufgrund der Einberufungen zum Militärdienst konnte erst nach dem Ersten Weltkrieg die Freiwillige Feuerwehr wiederbelebt werden. Das gleiche Szenario spielte sich während des Zweiten Weltkrieges ab. Einen Neubeginn konnte die Wehr erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges verzeichnen. Zahlreiche junge Männer boten ihren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr an. Im Juni 1953 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Dörrebach ihr erstes Feuerwehrauto.
Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Kindergarten im Erdgeschoss des Volkshauses. Zusätzlich wurde die katholische Grundschule im ersten Stock des Gebäudes untergebracht (ebd., S. 301). Die einstige Versammlungshalle wurde nun primär für den Schulsport genutzt sowie für andere Sportveranstaltungen. Anschließend standen die meisten Räume des Volkshauses jahrzehntelang leer. Lediglich die Freiwillige Feuerwehr befindet sich weiterhin im Keller des Hauses sowie im neu errichteten Anbau. Das obere Stockwerk – der ehemalige Schulraum – wird von der örtlichen Blaskapelle für die Proben genutzt. Zwischenzeitlich befand sich ein Jugendraum im Volkshaus (Dorferneuerungskonzept 2013, S. 44). Bis zum Bau der Dörrebacher Schlossberghalle war das Volkshaus deren Vorläufer als Gemeindehaus. Seit Ende April 2026 hat das überregional bekannte griechische Restaurant „Taverna Meteora“ seinen Sitz im Erdgeschoss des Gebäudes.
Heutiger Zustand
Das Haus besitzt einen massiven unverputzten Kellersockel aus Bruchstein sowie Bossensteine an den Hausecken. Die Fassade der Hauswände ist verputzt. Die ovale Versammlungshalle grenzt seitlich an das Gebäude. Das Gebäude wurde im Zuge des bevorstehenden Umzuges des Restaurants „Taverna Meteora“ zwischen 2024 und 2026 denkmalgerecht kernsaniert und zeigt sich daher heute in einem sehr guten baulichen Zustand. Das Walmdach ist mit Biberschwanzschindeln gedeckt und besitzt auf dem Dachfirst einen sechseckigen Dachreiter, ein kleines Türmchen mit glockenförmigem Dach und kugelförmigem Dekorelement. Ferner befindet sich auf dem Dach die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr.
(Johanna Flesch, Universität Koblenz-Landau, 2016; aktualisiert von Jörn Schultheiß, 2026)