Glashütter Wiesen im Soonwald

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Argenthal, Spall
Kreis(e): Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

    Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

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  • Zugewachsener Entwässerungsgraben auf den Glashütterwiesen bei Argenthal (2016)

    Zugewachsener Entwässerungsgraben auf den Glashütterwiesen bei Argenthal (2016)

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  • Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

    Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

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  • Eingewachsener Grenzstein auf der nördlichen Glashütter Wiese an der nördlichen Grenze zum Soonwald (2014)

    Eingewachsener Grenzstein auf der nördlichen Glashütter Wiese an der nördlichen Grenze zum Soonwald (2014)

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  • Baumgruppe an Rande der Glashütter Wiesen bei Argenthal (2011)

    Baumgruppe an Rande der Glashütter Wiesen bei Argenthal (2011)

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  • Südliche Glashütter Wiese bei Argenthal mit Blickrichtung Süden (2016)

    Südliche Glashütter Wiese bei Argenthal mit Blickrichtung Süden (2016)

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  • Südliche Glashütter Wiese bei Argenthal (2016)

    Südliche Glashütter Wiese bei Argenthal (2016)

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  • Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

    Glashütter Wiesen bei Argenthal (2016)

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  • Vordere Glashütter Wiese bei Argenthal (2016)

    Vordere Glashütter Wiese bei Argenthal (2016)

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  • Vordere Glashütter Wiese bei Argenthal mit Blickrichtung Norden (2016)

    Vordere Glashütter Wiese bei Argenthal mit Blickrichtung Norden (2016)

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  • Weg durch die vorderen Glashütter Wiesen bei Argenthal, Blickrichtung Westen (2016)

    Weg durch die vorderen Glashütter Wiesen bei Argenthal, Blickrichtung Westen (2016)

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Die Glashütter Wiesen entstanden in den Jahren 1672 und 1673, als für die Einrichtung eines Tiergartens 565 Morgen Wald gerodet wurden. Daraufhin suchte man einen Abnehmer für das Holz, weshalb an dieser Stelle am Gräfenbach eine Glashütte gegründet wurde. Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688-1696) setzte der Glashütte, wie auch fast allen anderen Glashütten im Soonwald, ein Ende. Noch im Jahre 1707 stellte sich die Glashütte als verlassen und weitestgehend zerstört dar. Ab 1708 wurde die Hütte von den Herren Anton Brußel und La Roche betrieben. Als Pacht wurden 180 Gulden pro Jahr festgelegt. Das Pottaschebrennen außerhalb der Glashütte am Gräfenbach wurde verboten.
Der Erbvertrag wurde 1712 durch Kurfürsten Johann Wilhelm übergeben. Die Hüttenmeister zahlten jedoch keine Pacht und die Hütte diente als Unterschlupf für Kriminelle, wie beispielswiese Wilddiebe. Im Jahre 1714 erfolgte daher die Zwangsversteigerung einiger Arbeitstiere. Der für das Pottaschebrennen große Holzbedarf führte dazu, dass innerhalb von 30 Jahren weitere 525 Morgen Wald gerodet wurden. Davon wurden 300 Morgen in Wiesen umgewandelt, die heute noch erhalten sind. Im Jahr 1722 wurde die gesamte Glashütte von Josef Compagnon aus Wiesbaden ersteigert. Aufgrund des im Soonwald immer stärker wachsenden Eisengewerbes, wurde das für das Pottaschebrennen notwendige Holz für Compagnon nicht mehr bezahlbar. 1735 erfolgte die Einstellung der Glasverarbeitung. Compagnons Erben führten in den folgenden Jahrzehnten auf den noch vorhandenen Wiesen ein Wiesengut. Im Jahre 1903 lief der Pachtvertrag aus und die gewerbliche Nutzung der Glashütter Wiesen wurde damit eingestellt. Die Bewohner mussten daraufhin die Hütten abreißen und die Wiesen verlassen.

Kaliumcarbonat (Pottasche) wird u.a. für die Glasherstellung benötigt.

(Jörn Schultheiß, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Internet
de.wikipedia.org: Kaliumcarbonat (Pottasche) (abgerufen: 29.02.2016)

Literatur

Bauer, Erich (2007)
Der Soonwald. Auf den Spuren des Jägers aus Kurpfalz (2. Auflage). Seibersbach.
Schellack, Gustav (2013)
Aus der Geschichte der Glashütte im Soonwald. In: Ferien im Soonwald: Forsthaus Opel - Wissenswertes und Interessantes aus der Region, S. 31-37. Seibersbach.

Glashütter Wiesen im Soonwald

Schlagwörter
Ort
55496 Argenthal
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1672 bis 1673, Ende nach 1903
Koordinate WGS84
49° 56′ 7,19″ N, 7° 38′ 20,24″ O / 49.93533°, 7.63896°
Koordinate UTM
32U 402328.71 5532328.54
Koordinate Gauss/Krüger
3402364.88 5534102.05

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Empfohlene Zitierweise
„Glashütter Wiesen im Soonwald”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-248497 (Abgerufen: 19. August 2018)
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