Grenzstein zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr

Weißes Kreuz, Weißer Stein

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Ehemaliger Grenzstein zw ischenden Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

    Ehemaliger Grenzstein zw ischenden Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

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  • Ehemaliger Grenzstein zwischen den Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

    Ehemaliger Grenzstein zwischen den Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

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  • Wappen von Jülich im Sockel des Grenzsteins zwischen den Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

    Wappen von Jülich im Sockel des Grenzsteins zwischen den Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr (2016)

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An die Grenze zwischen Ahrweiler und der Hemmessener Flur erinnert heute ein „Weißes Kreuz“ am Kreisverkehr, an der Ausfahrt Richtung A61/Grafschaft, Ahrweiler/ahraufwärts und Bad Neuenahr/ahrabwärts. Früher befand sich dieses Kreuz auf der anderen Straßenseite zusammen mit einem „Weißen Stein“ aus Quarzit. In dem Sockel des „Weißen Kreuzes“, welches 1572 zum ersten Mal erwähnt wird, findet der Betrachter das Wappen des Herzogs Johann Wilhelm von Jülich, welches 24 Jahre nach der Errichtung in dieses eingemeißelt wurde. In den beiden oberen Feldern lässt sich der Jüliche Löwe erkennen.

Am 3. Mai 1656 war eine gemeinsamen Grenzbegehung von Ahrweiler und Bachemer Bürgern auf der einen Seite und Hemmessener, Wadenheimer und Beuler Einwohner auf der anderen Seite geplant. Laut einem Bericht der Wadenheimer, schienen sie vergebens am ausgemachten Ort, dem „Weißen Stein“, auf die Ahrweiler Bürger zu warten, sahen aber dass eine Ecke des Steines abgeschlagen war.
Doch die Anwesenden entschieden sich dazu, den Grenzgang nun alleine durchzuführen. Als sie wiederkamen bemerkten sie, dass noch ein weiteres Stück des Steines fehlte und das „Weiße Kreuz“ schwer beschädigt worden war, da sich vier bis fünf Stücke des Kreuzes neben dem Stein befanden und im Prinzip nur noch der Fuß des Kreuzes im Boden stand. Das Stück, welches das Wappen des Herzogs Johann Wilhelm von Jülich aufwies, wurde dem Herzog nach Düsseldorf geschickt, damit er sah, dass dieses Zeugnis seiner Herrschaft beschädigt worden war. Es dauerte jedoch fünf Jahre bis es erneuert und unbeschädigt an seinem ursprünglichen Standort aufgestellt wurde. Daher weißt das Kreuz sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite die Jahreszahl 1661 auf. Bis zum Beginn der Besetzung durch die Franzosen 1794 waren der „Weiße Stein“ und das „Weiße Kreuz“ Zeichen für die Landesgrenze zwischen den Kurfürstentümern Köln und Kurpfalz. Danach wurde der „Weiße Stein“ nur noch als Gemarkungsgrenzzeichen verwendet. 1857 wurde dieser dann Grenzstein zwischen den Bürgermeistereien Ahrweiler-Stadt und Ahrweiler-Land, welches ab 1875 zur Bürgermeisterei Neuenahr wurde und somit auch der „Weiße Stein“ verschwand. Heute fungiert das 444 Jahre alte „Weiße Kreuz“ als Grenz-Markierung zwischen der ehemaligen Rotweinstadt Ahrweiler und der ehemaligen Badestadt Bad Neuenahr.

(Vanessa Bindarra, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Internet
kreis-ahrweiler.de (abgerufen 03.02.2016)

Grenzstein zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Rotweinstraße
Ort
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler - Bad Neuenahr
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1572
Koordinate WGS84
50° 32′ 44,37″ N, 7° 06′ 41,03″ O / 50.54566°, 7.1114°
Koordinate UTM
32U 366192.1 5601005.35
Koordinate Gauss/Krüger
2578819.8 5601694.3

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„Grenzstein zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245971 (Abgerufen: 18. November 2018)
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