Kanonenturm in Ahrweiler

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 32′ 30,62″ N: 7° 05′ 56,05″ O / 50,54184°N: 7,0989°O
Koordinate UTM 32.365.296,04 m: 5.600.603,44 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.577.940,50 m: 5.601.256,39 m
  • Der Kanonenturm der Stadtbefestigung von Ahrweiler (2015)

    Der Kanonenturm der Stadtbefestigung von Ahrweiler (2015)

    Copyright-Hinweis:
    Jakobi, Simone
    Fotograf/Urheber:
    Simone Jakobi
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  • Der Kanonenturm der Stadtbefestigung von Ahrweiler bei Nacht (2015)

    Der Kanonenturm der Stadtbefestigung von Ahrweiler bei Nacht (2015)

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Der Kanonenturm ist ein Teil der Stadtbefestigung von Ahrweiler. Neben den vier Stadttoren besaß die Ahrweiler Stadtmauer auch vier Wehrtürme, von denen heute noch der Blitzenturm, der Schlösschenturm und der hier vorgestellte Kanonenturm erhalten sind.
Der Kanonenturm stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert und es handelt sich bei ihm um einen Schalenturm, auch Halbschalenturm genannt. Bei dieser Turmart ist die Innenseite (die zur Stadt gerichtete Seite) des Turmes offen, damit die auf die Mauer gelangten Angreifer keine Deckung finden können. Diese ursprüngliche Öffnung nach innen ist in der neueren Zeit jedoch teilweise verbaut worden.
Durch eine Mauertreppe gelangt man in das zweite spätgotische Geschoss des Turms. Dieses hatte ursprünglich drei kleinere, tiefliegende Fenster und ein Halbkuppelgewölbe. In diesem Gewölbe ist der Aufstieg zur obersten Turmplattform zufinden.
Mit dem Aufkommen von Feuerwaffen wurde auch die Stadtbefestigung von Ahrweiler verbessert und verstärkt und ab etwa 1500 befand sich auf dem Turm das so genannte „große Stück“. Dabei handelt es sich um eine auf Rädern stehende, 2,67 Meter lange Kanone mit einem Kaliber von 6,7 Zentimetern. Heute befinden sich noch zwei mittelalterliche Haubitzen auf dem Turm.

Heute kommt dem Kanonenturm einmal im Jahr eine wichtige Bedeutung zu:
Der alljährliche Wettstreit der vier Ahrweiler Junggesellenvereine um das beste Martinsfeuer und das schönste aus Fackeln erbaute Schaubild, wird von dieser Stelle durch Preisrichter des Martinsausschusses entschieden. Von hier hat man den besten Blick auf die vier Feuerplätze der vier „Huten“. Bewertet wird dabei schon seit 1884 wie lange und gerade ein Feuer brennt. Mindestens 10 Minuten muss es deutlich zu sehen sein. Danach werden aus Fackeln gebaute Schaubilder entzündet, die jeweils auch zehn Minuten brennen müssen und sich mit ihren Darstellungen auf Geschehnisse, Jubiläen und andere wichtige Ereignisse der Stadt beziehen.

Der Kanonenturm (Kanonenwall) ist als Teil der Stadtbefestigung von Ahrweiler eingetragenes Kulturdenkmal (Denkmalverzeichnis für den Kreis Ahrweiler 2018, S. 11).

(Simone Jakobi, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Quellen
Hinweisschild am Bauwerk

Internet
www.alt-ahrweiler.de (Abgerufen am 25.11.2015)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2018)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Ahrweiler (Denkmalverzeichnis Kreis Ahrweiler, 07. Juni 2018). S. 11, Koblenz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Ahrweiler.pdf, abgerufen am 02.07.2018
Gerhardt, Joachim; Neu, Heinrich; Renard, Edmund; Verbeek, Albert (1938)
Kunstdenkmäler des Kreises Ahrweiler. Düsseldorf.
Klein, Hans-Georg (2005)
Ahrweiler. Düsseldorf.
Rausch, Jakob / Heimatverein Alt-Ahrweiler (Hrsg.) (1967)
Heimatbuch der Stadt Ahrweiler. Ahrweiler.

Kanonenturm in Ahrweiler

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kanonenwall
Ort
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ahrweiler
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1255

Empfohlene Zitierweise

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„Kanonenturm in Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245927 (Abgerufen: 11. Dezember 2019)
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