Mutung Rade vorm Wald XV modo Ziska

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Mit Schreiben vom 26.6.1856 begehrt die Louise Elisabet Harkort zu Harkorten ein Mutungsfeld mit 1 Fundgrube auf ein von ihr entdecktes Eisenstein-Flöz in der Nähe von Börkel, (Karthausen, Heid, Hof Berg, Grünenbaum, Hulverscheid) in der Gemeinde Radevormwald. Daraufhin wurde am 27.6.1856 eine Mutung durchgeführt. Der Verleihungsantrag auf Berg-Eigentum wurde am 6.9.1856 eingereicht. Danach folgte am 20.11.1857 in Radevormwald eine Feldesbesichtigung mit Verhandlung. Aus dem erstellten Protokoll geht folgendes hervor:

Der Fundpunkt liegt auf der Flur mit dem Namen „Im Dornfeld“, liegt in der Mitte der Fundgrube und wird durch eine 107 Lachter lange hora 4.4.5. streichende Orientierungslinie festgelegt, welche von der südwestlichen Ecke des dem Ackerer Tacke zu Börkel zugehörigen Wohnung aus gezogen ist. An dem Fundpunkt, im Verleihungsriss mit a. bezeichnet, fand sich ein ca. 18 Zoll mächtiges, mit 65 Grad Neigung nach Norden einfallendes Lager von Brauneisenstein von recht guter Qualität. So konnte die Bauwürdigkeit anerkannt werden. Der Inhalt des Feldes berechnet sich in folgender Weise: Rechteck A.B.C.D 800 x 302 = 241600 Quadratlachter. Möglicherweise nur 237700 Quadratlachter erhalten, die anschließenden Berechnungen sind unklar, wieder-sprechend.

Bei der Verhandlung vom 20.10.1857 beantragte der Generalbevollmächtigte von L. E. Harkort, der Obersteiger Schmitt die Umänderung des Namens der Mutung von Rade vorm Wald XV (15) auf Ziska. Die Verleihungsurkunde an L. E. Harkort wurde am 28.5.1858 vom Minister in Berlin ausgestellt.

Aus einem Erweiterungs-Verhandlungs-Protokoll vom 12.12.1865 kann man entnehmen, dass das Eigentum der L. E. Harkort, durch Kaufkontakt vom 8.9.1857, an den Berg- u. Hütten-Aktien Verein Neu-Schottland, übergegangen ist. Der Repräsentant des Vereins Neu Schottland H. Siegers , zu Horst bei Steele, beantragte eine Feldeserweiterung, die mit Urkunde vom 19.6.1866 bestätigt wurde. Die Feldesfläche hat 500000 Quadratlachter Inhalt.

Die im Osten angrenzenden Mutungsfelder sind: Pombal und Bolivar. Eine Förderung im Mutungsfeld von Ziska hat nicht stattgefunden.

Die Kartierung erfolgte anhand historischer Karten in der Literatur und ist nicht lagetreu (symbolische Geometrie).

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Mutung Rade vorm Wald XV modo Ziska

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1856
Koordinate WGS84
51° 12′ 4,89″ N, 7° 20′ 12,19″ O / 51.20136°, 7.33672°
Koordinate UTM
32U 383797.63 5673531.72
Koordinate Gauss/Krüger
2593469.18 5674897.43

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„Mutung Rade vorm Wald XV modo Ziska”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080606-0017 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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