Grubenfeld Wüste

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Es handelt sich um ein Eisenstein-Vorkommen am Katzenbusch bei Hückeswagen. Die Mutung fand am 21.10.1857 statt. Der Antrag auf Verleihung fand am 18.11.1857 und die Verhandlung am 20.3. und 30.7.1858 statt. Die Verleihungsurkunde wurde an die Frau des Rudolph Hummeltenberg, Louise Elisabeth, geborene Harkort zu Harkorten, am 6.5.1859 erstellt.

Der Fundpunkt wurde mit einer Orientierungslinie hora 2.3.4. mit 131 Lachter Länge von der Westecke der Wohnung des Ackerers Schmitz im Gehöft Linde aus gezogen. Die Fundgrube hat 80 Lachter im Geviert und 1200 Maaßen, wobei jede zu 14 Lachter im Geviert 241600 Quadratlachter ergibt. Das rechteckige Feld (A.B.C.D.) hat 604400 Quadratlachter.

Aus dem Feldbesichtigungsprotokoll vom 20.3.1858 geht hervor, dass beim Fundpunkte „a.“ (Fundpunkt liegt in der Mitte der Fundgrube) ein gutes, etwas toniges Brauneisensteinlager vorgefunden wurde, welches aus zwei Bänken bestand, mit einer Mächtigkeit (zusammen) von 4 Fuß. Sie waren anfangs getrennt durch ein 10 Zoll starkes Lettenlager. Mit zunehmender Teufe vereinigten sich die Bänke zu einem einzigen Flötz. Die Qualität dieser nach Norden einfallenden Lager war derart, dass die Bauwürdigkeit nicht zu bezweifeln war.
Das gesteckte Feld schnürt im Westen an das Feld Mittelste Hombrechen, im Süden an das Mutungsfeld Frohnhausen, im Osten an das Feld Bewer, alle im Besitz von L.E.Harkort und nördlich an das Feld Mittberg, im Besitz der Gewerkschaft Neu Schottland.

Obwohl die Bauwürdigkeit bestätigt wurde, fand kein Abbau statt.
In einem Schreiben vom 30.7.1858 geht hervor, dass das Grubenfeld Wüste im Besitz des Berg & Hütten Verein Neu Schottland und Herr Mathias Schmitt deren Vertreter ist.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Grubenfeld Wüste

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1857
Koordinate WGS84
51° 09′ 55,43″ N, 7° 21′ 22,12″ O / 51.1654°, 7.35615°
Koordinate UTM
32U 385065.34 5669502.38
Koordinate Gauss/Krüger
2594900.71 5670921.81

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„Grubenfeld Wüste”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080108-0026 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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