Grubenfeld Vulkan V

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ein Brauneisenstein-Vorkommen findet sich am Scheunenfeld bei Linde, auf Flur 27, Parzelle 493/99 der Gemeinde Hückeswagen im Kreis Lennep.
Ein erstes Schreiben stammt vom 21.9.1854. Hier heißt es:
Wir fanden durch schürfen, ohne Schürfschein, Eisenstein. Solcher liegt zwischen Bochen und Linde in der Nähe der Communalstrasse, Gemeinde und Bürgermeisterei Hückeswagen, Kreis Lennep und tragen bei Euer Wohlgeboren (den königlichen Oberbergamts-Referendar Heusler) auf eine Fundgrube und 1200 Maaßen hiermit ergebenst an unter Beilegung des Namens Vulkan V.,
gezeichnet F. Hartkopf Solingen.


Die Mutung fand dann am 19.7.1856 durch Friedlieb Hartkopf, Inhaber der Firma F. Hartkopf & Comp. in Solingen, statt. Über den Antrag der Verleihung des Berg-Eigentums wurde dann am 23.9.1859 verhandelt.
Inzwischen gab es einen Besitzerwechsel. So waren die Rechte, gemäß Cessionsakten vom 21.5.1857 und 7.1.1858 (den Akten von Tubalkain VIII beigefügt), der Mutung, auf Philipp Würzburger, Bochum, übergegangen, der daraufhin am 4.4.1860 die Berechtigungsurkunde erhielt. Das am 18.12.1859 ins freie gefallene Bergwerk Vulkan V wurde am 24.5.1864 von Philipp Würzburger neu gemutet und so am 10.6.1864 wieder verliehen.

Vulkan V hat eine Fundgrube zu 80 Lachter im Geviert und 1199 194/196 Maaßen, je zu 14 Lachter im Geviert und einen Fundpunkt, der durch eine in Ost hora 8.0.8 streichende, 58 Lachter lange, von der südöstlichen Ecke des Hauses von Posts zu Linde, gezogene Orientierungslinie festgesetzt wird.
An diesem Fundpunkt, der an der Feldgrenze liegt, befindet sich 32 Lachter von der nordöstlichen und 62 ½ Lachter von der nordwestlichen Ecke der Fundgrube entfernt ein circa 172 Fuß mächtiges Brauneisensteinlager, welches bei einem Streichen in hora 4-5 und südlichem Einfallen, den Schichten des Tonschiefers, konform gelagert ist.
Der Brauneisenstein ist von teils schiefriger Struktur oder von derber Beschaffenheit und ziemlich guter Qualität, so dass die Bauwürdigkeit erteilt werden konnte.
Eine Förderung fand bisher nicht statt.
Die Berechnung des Mutungsfeldes beläuft sich auf 241598 Quadratlachter. Das Feld schnürt an die Felder, des gleichfalls im Besitze des Philipp Würzburger befindlichen Mutungen Tubalkain V, VI, und Vulkan IV an.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Grubenfeld Vulkan V

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1854
Koordinate WGS84
51° 07′ 33,56″ N, 7° 17′ 23,54″ O / 51.12599°, 7.28987°
Koordinate UTM
32U 380330 5665226.16
Koordinate Gauss/Krüger
2590342.15 5666454.57

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„Grubenfeld Vulkan V”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080108-0024 (Abgerufen: 16. August 2018)
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