Grubenfeld Tubalcain V

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Nach Eisenerz mutete in der Gemeinde Hückeswagen, an der Kuhlsheide (Kuhlscheide, in der Nähe von Dörpfeld und Kurzfeld) am 26.7.1856, auf der Flur 26 Parzelle 631/30 Friedlieb Hartkopf zu Solingen, Alleiniger Inhaber der Firma F. Hartkopf & Cie. in Solingen.
Wie aus dem Feldbesichtigungs- und Verhandlungsprotokoll vom 29.9.1859 (verhandelt in Born) hervorgeht, hatte die Firma F. Hartkopf kurz darauf am 21.5.1857 und 7.1.1858 die Mutung Tubalcain V an den Philipp Würzburger in Bochum, notariell übertragen. Dieser setzte nun, für seine Belange, den Carl Wilhelm Albert Weiden aus Ehringhausen bei Remscheid, am 13.12.1858 als Generalbevollmächtigten ein.

Aus dem Feldbesichtigungsschreiben geht weiter hervor:
Der Fundpunkt wird durch eine Ost hora 4.3.11 streichende, 170 Lachter lange, von der nordöstlichen Ecke des östlichsten Hauses in Kurzfeld gezogene Orientierungslinie festgelegt. An dem Fundpunkt ist eine 1 ¼ Fuß mächtige Lagerstätte eines zwar schiefrigen, aber ziemlich derben, Brauneisensteins aufgeschlossen, welche bei einem Streichen in hora 4-5 und bei südlichem Einfallen den Schichten des umgebenden Tonschiefergebirges conform gelagert ist. Der Fundpunkt liegt 52 Lachter von der nordöstlichen und 52 Lachter von der südöstlichen Ecke der Fundgrube entfernt. Die Berechnung des Feldes ergibt 240536 Quadratlachter.
Das Feld schnürt an die Felder der gleichfalls im Besitz des Philipp Würzburger befindlichen Mutungen Tubalcain IV, VI und II an.
Philipp Würzburger erhielt am 4.4.1860 die Verleihungsurkunde über das Grubenfeld Tubalcain V.

Ein Schreiben vom Amtsgericht Lennep und Königliches Oberbergamt Bonn vom 16.2.1893 besagt, dass Tubalcain im Berg-Grundbuch 946/93 eingetragen und der Eigentümer Kaufmann Philipp Würzburger Witwe Betty geb. Flechtheim, ohne Geschäft zu Bochum ist.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Grubenfeld Tubalcain V

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1856
Koordinate WGS84
51° 08′ 5,42″ N, 7° 17′ 12,15″ O / 51.13484°, 7.28671°
Koordinate UTM
32U 380131.51 5666215.37
Koordinate Gauss/Krüger
2590103.42 5667435.18

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„Grubenfeld Tubalcain V”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080108-0014 (Abgerufen: 15. August 2018)
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