Grubenfeld Hückeswagen VII modo Totilas

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Es handelt sich um ein Eisenstein-Vorkommen, das am 8.5.1856 durch Louise Elisabeth Harkort gemutet wurde. Der am 6.9.1856 erfolgte Antrag auf Verleihung des Berg-Eigentums wurde am 14.12.1857 verhandelt. Die Verleihungs- und Berechtigungsurkunde erhielt Frau Louise Elisabeth Harkort, zu Harkorten, am 24.4.1858.

Die Fundgrube und der Fundpunkt liegt „Im Brasshagerberg“ bei Hückeswagen, nahe der alten Eisenstrasse. Der Fundpunkt ist von der Südecke der Wohnung des Oeconom Biech, auf dem Gehöfte Goldenberghammer, mit einer Orientierungslinie Ost hora 8.6.4 mit 69 Lachter Länge, aus gezogen.
Wie aus dem Feldbesichtigungsprotokoll des Obersteigers M. Schmitt, Generalbevollmächtigter der L. E. Harkort, vom 14.12.1857, hervorgeht, ist im Aufschlusspunkte „b“, der in der Mitte der Fundgrube liegt und deren Größe 80 Lachter im Geviert = 6400 Quadratlachter und 1200 Maaßen von je 14 Lachter im Geviert = 235200 Quadratlachter, zusammen 241600 Quadratlachter hat, ein nach Süden mit 70 Grad Neigung einfallendes und Ost hora 4 7/8 streichendes Flöz von Brauneisenstein aufgedeckt worden. Dieses ist in den Grauwackengebirgsschichten eingelagert und hat eine Mächtigkeit von 2 Fuß. Die Qualität dieses Lagers, welches im Einfallen auf 3 Lachter Teufe weit verfolgt wurde, war gut und der Abbau kann als lohnend bezeichnet werden. Bei den Schürfen im westlichen Feldesteil bei d. und e. gefundenen Brauneisensteinknollen ergaben sich Eisengehalte von 32-36 %, was sehr gut war.

Das gesamte rechteckige Feld (A.B.C.D.) hat einen Flächeninhalt von 604 x 400 Quadratlachter = 241600 Quadratlachter und schnürt im Norden an das Mutungsfeld Hückeswagen 4 modo Percy, im Osten an Hückeswagen 9 modo Tassilo, im Süden an Hückeswagen 14 modo Tudor und im Westen an Hückeswagen 13 modo Brunhilde an. Alle diese Felder sind zu der Zeit im Besitz der Louise Elisabeth Harkort. Eine Förderung von Eisenerzen hat bisher im Felde des gemuteten Bergwerks Hückeswagen VII (7) noch nicht stattgefunden. Der Obersteiger Schmitt beantragte bei der Verhandlung am 14.12.1857 gleichzeitig die Änderung des Namens von Hückeswagen VII auf Totilas.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Grubenfeld Hückeswagen VII modo Totilas

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1856
Koordinate WGS84
51° 09′ 33,99″ N, 7° 17′ 46,82″ O / 51.15944°, 7.29634°
Koordinate UTM
32U 380868.63 5668935.25
Koordinate Gauss/Krüger
2590729.22 5670183.73

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Grubenfeld Hückeswagen VII modo Totilas”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080108-0013 (Abgerufen: 18. August 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang