Grubenfeld Mitberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Der Fundpunkt des Eisenstein-Vorkommens liegt in der Kupferkuhle, in der Gemeinde Hückeswagen und es wurde von der Westecke des Hauses Heide genannt, eine Orientierungslinie hora 8.6.8., streichend, mit 342 Lachter Länge bis zum Fundpunkt hin gezogen. Siehe dazu den nachstehenden Ausschnitt aus dem Situationsriss vom März 1858.

Am 12.1.1858 mutete der Bevollmächtigte der Gewerkschaft Neu Schottland und Obersteiger Mathias Schmitt aus Breckerfeld, im Feld Mittberg, auf Brauneisenstein. Daraufhin wurde am 2.3.1858 der Antrag auf Verleihung des Berg-Eigentums gestellt. Die Feldbesichtigung und Verhandlung fand am 18.3.1858 statt. Aus dem Feldbesichtigungsprotokoll geht folgendes hervor: die Fundgrube zu 80 Lachter im Geviert und 1200 Maaßen, je zu 14 Lachter im Geviert. Der Fundpunkt liegt in der Mitte der Fundgrube. An dem mit a. bezeichneten Fundpunkt, war ein 18 Zoll mächtiges Brauneisensteinlager, bis zu einer Teufe von 6 Fuß nach Norden hin einfallend, aufgeschlossen. Die Qualität dieses Flötzes kann als gut und bauwürdig bezeichnet werden. In den anderen Aufschlusspunkten des Mutungsfeldes fanden sich, in geringer Teufe unter der Dammerde, unregelmäßig, mal mehr mal weniger Knollen von teils tonigen teils etwas sandigen Brauneisenstein.
Der Eisengehalt schwankt zwischen nur 9% bis zu 23, 27, und 32 %, nach Analysen durch F. Baedecker in Witten.Es berechnet sich das Mutungsfeld in folgender Weise: es ist der Inhalt des Rechteckes: A.B.C.D. = 604 x 400 = 241600 Quadratlachter.Das Feld schnürt im Norden an die gleichfalls der Gewerkschaft Neu Schottland zugehörige Mutung Mathilde, im Westen an das Mutungsfeld „Mittelste Hombrechen“, im Süden an das Feld Wüste und im Osten an die beiden Mutungen Bewer und Herweg. Die zuletzt genannten 5 Eisensteinfelder befinden sich im Besitz der Louise Elisabeth Harkort, Harkorten.

Der Berg und Hütten Aktien Verein Neu Schottland zu Dortmund, als Besitzer, erhielt am 30.4.1859 mit Urkunde die Verleihung des Berg-Eigentums. Wie aus einem Amtsgerichtsschreiben vom 10.10.1890 hervorgeht, hat der Verein Neu Schottland das Bergwerks-Eigentum nicht gekauft, sondern beliehen erhalten. Am 12.8.1866 erfolgte eine Erweiterung des Grubenfeldes. Dazu gibt es einen weiteren Situationsriss in den Bergbauakten. Eine Förderung hat im Mutungsfeld bisher nicht stattgefunden.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Grubenfeld Mitberg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1858
Koordinate WGS84
51° 10′ 31,5″ N, 7° 20′ 46,31″ O / 51.17542°, 7.3462°
Koordinate UTM
32U 384394.78 5670632.05
Koordinate Gauss/Krüger
2594184.38 5672023.56

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„Grubenfeld Mitberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080108-0005 (Abgerufen: 21. September 2017)
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