Gerichtsturm in Rellinghausen

Blücherturm

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Essen-Rellinghausen, Gerichtsturm (2016)

    Essen-Rellinghausen, Gerichtsturm (2016)

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  • Titelkupfer der "Constitutio Criminalis Carolina" von 1532 mit der Darstellung von Strafen und von Folter- und Hinrichtungsgeräten.

    Titelkupfer der "Constitutio Criminalis Carolina" von 1532 mit der Darstellung von Strafen und von Folter- und Hinrichtungsgeräten.

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Südöstlich der Stiftskirche St. Lambertus in Rellinghausen steht ein steinerner Turm, der so genannte „Blücherturm”, als letztes Zeugnis der Rellinghauser Gerichtsbarkeit, die bis zur Auflösung des Stiftes Rellinghausen 1803 andauerte. Nach urkundlicher Überlieferung durch den Vogtrichter Wilhelm von Eyll 1567 errichtet, war er in der Zeit der Hexenverfolgungen zwischen 1571 und 1591 Schauplatz von Hexenprozessen, die 42 Menschen infolge öffentlicher Hinrichtung das Leben kosteten. Der Spitzname seines letzten Bewohners verlieh ihm seinen heutigen Namen. Es war ein Polizist, der dem berühmten Marschall Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819, Fürst von Wahlstatt und preußischer Generalfeldmarschall) ähnelte und in Rellinghausen als 'Blücher' bekannt war.

Der aus großen Ruhrsandsteinblöcken bestehende Turm besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss von 7,20 x 6,69 Meter, die Mauerstärke liegt zwischen 1,05-1,42 Meter im Keller und Erdgeschoss sowie 0,85 Meter im Obergeschoss. Kellergeschoss und Erdgeschoss besitzen ein Gewölbe. Das Erscheinungsbild lässt annehmen, dass der Turm ursprünglich weitere Geschosse enthielt und in seinen Anfängen ins Mittelalter zurückreicht. Die Existenz von begleitenden Mauern ist ebenfalls nicht auszuschließen, wie alte Katasterunterlagen für die Nordseite und jüngste Ausgrabungsergebnisse für die Südseite andeuten. Der Fund eines menschlichen Knochens mit Spuren von Gewalteinwirkungen im Umfeld des Turmes unterstreicht seine Funktion als Gerichtsturm.

Der Gerichtsturm ist eingetragenes Bau- und Bodendenkmal (Denkmalliste Essen, BauD laufende Nr. 27, BoD laufende Nr. 45, LVR-ABR E 71)

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland / LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2011)

Internet
www.nrw-stiftung.de: NRW-Stiftung: Blücherturm (abgerufen 16.04.2012)
de.wikipedia.org: Essen-Rellinghausen (abgerufen 16.04.2012)

Literatur

Fuchs, Ralf-Peter (2004)
Hexenverfolgung an Ruhr und Lippe. Die Nutzung der Justiz durch Herren und Untertanen. In: Westfälisches Institut für Regionalgeschichte. Forum Regionalgeschichte 8, S. 62 ff., Münster.

Gerichtsturm in Rellinghausen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Stift 9
Ort
Essen - Rellinghausen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal und ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 1567, Ende 1803
Koordinate WGS84
51° 25′ 29,22″ N, 7° 02′ 29,15″ O / 51.42478°, 7.04143°
Koordinate UTM
32U 363832.6 5698883.9
Koordinate Gauss/Krüger
2572478.69 5699419.29

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„Gerichtsturm in Rellinghausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20091230-0026 (Abgerufen: 20. Februar 2018)
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