Winklenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1469 als „Wynkelenborgh“; 1828 war Winklenburg ein Einzelhof, vermutlich mit südlich anschließender Obstwiese. Er lag an einem kleinen Bach. Auch auf der Topographia Ducatus Montani aus dem Jahr 1715 war ein Einzelhof unter der Bezeichnung „Wincklenburg“ eingetragen.

Winklenburg ist heute ein verstreut liegender Weiler an einer kleinen Bachaue. Er besteht aus drei im Kern historischen Gebäuden und einem Neubau. Letzterer ebenfalls auf älterem Standort. Die alte Hofstelle (Nr.1) liegt im Osten des Bachlaufes am Fuß eines seichten Hanges. Das Wohnhaus hat einen umgebautem Stallteil und mehrere Anbauten. Am Bachlauf befindet sich ein Teich an historischem Standort. Er war bereits in der Preußischen Uraufnahme von 1840 verzeichnet. Ob er durchgängig bis heute bestand, ist unbekannt.
Das Alter des Hofes westlich des Baches (Nr.3) ist ungewiss. Nach mündlicher Aussage gibt es hier noch einen Bruchsteingewölbekeller, nach den Altkarten setzte die Bebauung erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Der alte Weg führte hinter dem heutigen Haus Nr. 3 vorbei. Auf beiden Seiten des Weges standen Gebäude.

Nach Nordwesten zeichnet er sich als Geländestufe sowie in dem Parzellenzuschnitt des ebenfalls auf das 19. Jahrhundert zurückgehenden Wohnhauses mit Nebengebäuden an der Verbindungsstraße von Radevormwald nach Borbeck ab. Es stand ursprünglich in dem durch beide Wege gebildeten spitzen Winkel. Die heutige Straße wurde zwischen 1913 und 1921 gebaut. Vor Nr. 3 sind die Reste eines ehemaligen Bauerngartens zu sehen. Die Außenhecke ist teilweise erhalten. Stellenweise sind auch noch Buchsbaumheckenreste der ursprünglichen Beeteinfassungen zu erkennen. Das genaue Alter des Bauerngartens ist unbekannt.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.

Winklenburg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1469
Koordinate WGS84
51° 12′ 43,94″ N, 7° 24′ 20,61″ O / 51.21221°, 7.40573°
Koordinate UTM
32U 388644.53 5674631.21
Koordinate Gauss/Krüger
2598268.85 5676194.27

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„Winklenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0195 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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