Weiler Uelfe IV

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ersterwähnung 1487 als „Olve“; Auf der Aufnahme der Rheinlande durch Tranchot und v. Müffling (1825) hieß Uelfe IV „Cöllnisch Ülfe“, auf der Bürgermeistereikarte (1828) „Holzülfe“. 1715 auf der Topographia Ducatus Montani noch als Einzelhof eingetragen, handelte es sich 1828 vermutlich um einen kleinen Weiler in seichter Hanglage in der Uelfeaue.

Heute ist Uelfe IV ein kleiner Weiler zwischen der Uelfe-Wuppertal-Straße und der Uelfeaue gelegen. Der historische Ortskern mit drei alten Hofstellen ist noch gut ablesbar. Vermutlich sind alle drei Hausstandorte schon 1828 vorhanden gewesen - die Bürgermeistereikarte legt diesen Schluss nahe.

Bei Nr. 3 ist noch etwas Fachwerk sichtbar, das Grundstück ist zum Teil mit alten Hecken abgegrenzt. Haus Nr. 5 ist ein (zumindest ehemals) giebelgeteiltes Haus, von mehreren Bäumen umgeben. Zur Straße hin stehen zwei Kopfbäume, darunter eine Kastanie. Laut Literatur handelt es sich um das Haus des Hofes Meskendahl, welches das Geburtshaus des Altbürgermeisters Ewald Meskendahl ist. Nr. 2 geht im Kern auf das 19. Jahrhundert zurück, der Anbau stammt ebenso wie Haus Nr. 6 aus den 1970er Jahren.
Nördlich von Nr. 6 befindet sich noch eine ältere Scheune. Laut Literatur hat es in den Uelfegehöften Hausschmieden zur Anfertigung von Schlössern im Nebenerwerb gegeben.
Der alte Ortskern wurde bis in das späte 20. Jahrhundert durch eine weitere Querverbindung erschlossen. Uelfe IV lag ursprünglich an der noch vorhandenen, Nord-Süd verlaufenden Durchgangsstraße. Sie gabelte sich bei Scheidt in Richtung Önkfeld und Rochollsberg, im Süden führte sie nach Radevormwald.
Durch den Bau der Uelfe-Wuppertal-Straße 1928 veränderte sich die Verkehrssituation. Die nach Süden ziehenden Wege wurden zu Flur- und Waldwegen. Noch vorhandene Baumhecken weisen auf die alten Wegeverbindungen hin. Im Süden zeichnet sich ein verkippter Steinbruch ab. Im Uelfetal wurde Wiesenflößerei betrieben.

Unweit des Ortes sind die Reste eines Wehres zu erkennen. Die Wehre sollen 1938/39 errichtet und die Flößerei bis Anfang der 1970er Jahre betrieben worden sein.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.
Sieper, Bernhard (1983)
Radevormwald damals und heute. Zaltbommel.

Weiler Uelfe IV

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1487
Koordinate WGS84
51° 12′ 46,65″ N, 7° 21′ 40,8″ O / 51.21296°, 7.36133°
Koordinate UTM
32U 385545.94 5674782.93
Koordinate Gauss/Krüger
2595165.54 5676219.39

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„Weiler Uelfe IV”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0171 (Abgerufen: 17. Dezember 2017)
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