Weiler Siepen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1433/34 als „Sypen“, welches Kriegsschäden durch Verwüstungen der Truppen des Kölner Erzbischofes Dietrich von Moers zu verzeichnen hatte. Auf der Topographia Ducatus Montani im Jahr 1715 noch als Einzelhof „im Siepen“ eingetragen, handelte es sich 1828 um einen Weiler mit nördlich anschließendem Gartenland. Vermutlich zwei Höfe lagen im Bereich des heutigen Ortes, der durch einen Ost-West verlaufenden Weg erreichbar war. Ein weiterer Hof lag etwas entfernt im Süden.

Siepen ist heute ein Weiler am Borbach in Hanglage. Er besteht aus drei ehemaligen Höfen und einem Wohnhaus, das laut Altkarten zwischen 1963 und 1973 entstanden ist. Die beiden nördlichen Hofstandorte waren bereits 1828 in der Bürgermeistereikarte eingetragen. Das Haupthaus des südlicheren der beiden war in den 1960er Jahren abgebrannt. Versetzt zum Neubau hat sich ein alter Gewölbekeller aus Bruchstein mit Wasserlauf erhalten und am alten Weg im Südosten stehen zwei große Eichen.

Im Süden schließt sich der dritte Hof an, der nach mündlicher Auskunft um 1900 entstand. Die Straßenführung nach und in Siepen hat sich seit 1828 stark verändert. Die alte Ost-Westverbindung ist nicht mehr vorhanden, der daraus resultierende Hohlweg nach Westen verschüttet. Der östliche Weg über den Borbach wurde noch als Schulweg zur Schule in Im Busch genutzt und ist ebenfalls verschwunden. Die heutige Zufahrt von Süden wurde erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut. In den 1970ern wurde die Straße durch den Ort weitergeführt und ist seitdem Zufahrtsweg nach Beck.

An der Straße liegt der neu angelegte Löschteich. Auf der Topographischen Karte von 1921 sind in und um Siepen fünf kleine Teiche eingezeichnet. Auch heute befinden sich noch mehrere Teiche im Ort, deren Alter im Einzelnen jedoch nicht bekannt ist.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.

Weiler Siepen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1433 bis 1434
Koordinate WGS84
51° 13′ 2,84″ N, 7° 24′ 23,92″ O / 51.21746°, 7.40665°
Koordinate UTM
32U 388721.48 5675213.59
Koordinate Gauss/Krüger
2598321.98 5676779.51

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„Weiler Siepen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0159 (Abgerufen: 12. Dezember 2017)
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