Klaukenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Auf der Topographia Ducatus Montani von 1715 ist Klaukenburg unter der Bezeichnung „Claucumburg“ als Einzelhof eingetragen. 1828 war Klaukenburg eine Einzel- oder Doppelsiedlung, gelegen an einem kleinen Bach. Zum Hof gehörten Gartenland, zwei Teiche und vermutlich eine Obstwiese. Das Alter der Siedlung ist unbekannt.
Ab 1816 soll hier laut Literatur die Schule des Schulbezirkes Borbeck-Beverorth existiert haben, welche im Jahr 1869 aus einer Klasse mit 96 Kindern bestand. Der Schulbezirk umfasste die Ortschaften Funkenhausen, Schlechtenbeck, Felsenbeck und Hönde.
Heute ist der alte Bereich von Klaukenburg ein kleiner Weiler. Die sichtbare Bausubstanz stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert, ältere Gebäudeteile sind nicht auszuschließen. Der ursprüngliche Hof liegt nordwestlich des Weges. Südlich des Weges befinden sich zwei jüngere Bauten, wovon einer laut Giebelinschrift auf das Jahr 1840 zurückgeht. Vor dem Haus wurde ein kleiner Bauerngarten angelegt.

Der Teich von Klaukenburg liegt im Quellbereich eines hier beginnenden Baches. Es handelt sich um einen von zwei bereits in der Bürgermeistereikarte (1828) eingezeichneten Teichen. Der zweite, größere Teich lag östlich des heutigen Weges und ist nicht mehr vorhanden.

Im Bereich der südöstlich vorbeiziehenden Landwehr hat sich seit dem zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ortsteil herausgebildet. Die nordwestliche Straßenbebauung zeichnet mit den straßenabgewandten Parzellengrenzen den Verlauf der Landwehr nach. 1828/29 wurde die Straße von Eich kommend neu gebaut. Nach der Topographischen Karte 1: 25.000 entstanden bis 1949 die ersten vier Gebäude. Eines dieser ersten Häuser scheint in der Folgezeit neu errichtet worden zu sein, die übrigen drei sind die Nr. 5, 7 und 8. In den 1950er Jahren entstand am nördlichen Ende die Nr. 9 und in den 1960ern auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Doppelhaus 10/12. Zu Nr. 12 gehört ein Bauerngarten mit Außenhecke und Buchsunterteilung.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Motte, Wolfgang (2006)
Nachkriegszeit in Radevormwald. Zwischen Kriegsende und Währungsreform. Radevormwald.
Motte, Wolfgang (2004)
Schulen und Schulmeister in Radevormwald von den Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Radevormwald.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.

Klaukenburg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1715 bis 1825
Koordinate WGS84
51° 12′ 30,97″ N, 7° 24′ 48,89″ O / 51.2086°, 7.41358°
Koordinate UTM
32U 389184.59 5674218.72
Koordinate Gauss/Krüger
2598825.5 5675804.02

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Klaukenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0088 (Abgerufen: 24. September 2017)
Seitenanfang