Weiler Eich

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1518 als „Ecken“; es bleibt jedoch unklar, ob mit dieser Eintragung „Eiche“ oder „die unterste Eiche“ gemeint ist. Auf der Topographica Ducatus Montani aus dem Jahr 1715 waren unter der Bezeichnung „Eich“ Einzelhöfe eingetragen. Auch 1828 waren „die Eiche“ und „die unterste Eiche“ jeweils an der Straße gelegene Einzelsiedlungen.

Heute ist Eich ein kleiner Weiler, der sich entlang einer Straße von der B 229 nach Hahnenberg zieht. Auf die laut Bürgermeistereikarte ehemalige Einzelsiedlung „Eiche“ geht das an der B 229 stehende Fachwerkhaus (ehemaliges Wohnstallhaus) mit Gastwirtschaft zurück. Das Gebäude hat Anbauten und Nebengebäude, darunter eine alte Scheune.

Etwas Hang abwärts lag im Südwesten „Unterste Eiche“. Zwischen beiden Höfen gab es 1828 noch keine direkte Verbindung. Der Weg nach Hahnenberg zweigte unmittelbar hinter Feld-mannshaus ab und zog westlich an „Unterste Eiche“ vorbei. Mitte des 19. Jahrhunderts existierte bereits eine Querverbindung von Eiche, die nördlich von „Unterste Eiche“ auf den Weg nach Hahnenberg stieß. Um 1900 wird die heutige Straße, die zwischen Gastwirtschaft und Scheune von ehemals „Eiche“ von der B 229 abzweigt, gebaut. Sie nimmt unterhalb von „Unterste Eiche“ die alte Trasse auf.

Der Hof „Unterste Eiche“ existiert nicht mehr. Auf dem Grundstück stehen eine sehr alte Linde und eine ebenso alte Kastanie (laut Aussage Ortsansässiger beträgt das Alter der Bäume etwa 350 Jahre). Gegenüber liegt ein bereits in der Preußischen Uraufnahme (1840) eingezeichneter Teich. Hinter der alten Hofparzelle steht ein neuer Bau. Die weitere Bebauung nach Süden hin fand nur auf der östlichen Straßenseite statt. Sie wurde nach dem früheren Einzelhof „In den Peulen“, der sich östlich von Eich befand, „Peulen“ oder „In den Poulen“ genannt. Sie setzte im frühen 20. Jahrhundert (zwischen 1913 und 1921) mit Haus Nr. 4 ein und erweiterte sich bis 1949 nach Norden und Süden. Im Süden entstand ein Sägewerk. Einzelne Wohnhäuser und Betriebs-bauten kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hinzu. Östlich der Durchgangsstraße und nördlich des Teiches befindet sich eine Obstwiese unbekannten Alters.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.

Weiler Eich

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1518
Koordinate WGS84
51° 12′ 6,7″ N, 7° 24′ 26,99″ O / 51.20186°, 7.4075°
Koordinate UTM
32U 388743.37 5673478.23
Koordinate Gauss/Krüger
2598414.72 5675045.86

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Weiler Eich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0005 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
Seitenanfang