Weiler Odenholl

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1374 als „zo dem Odenhole“. Das Kölner St. Ursulastift bezog Einkünfte aus diesem Hof. 1829 war Odenholl eine Doppelsiedlung am unteren Hang und im Tal. Das Umland war mit Wald und Busch bestanden. Nach Westen zog sich eine Ackerfläche den Hang hinauf, im Nordwesten lag die Talaue. Zur Ortslage gehörte vermutlich eine zentrale Obstwiese.
Heute ist Odenholl ein Weiler. Mehrere Quelle vereinen sich im Umfeld zu einem Bach, der bei der Odenholler Mühle in die große Dhünn fließt. Die historische Bebauung lag talwärts der heutigen Durchgangsstraße.

Im Ort sind zwei alte Hofstellen ablesbar. Der eine Hof, Haupthaus und Nebengebäude in Fachwerkbauweise, liegt im Tal. Neben dem Hof ist ein Teich angelegt. Der zweite ehemalige Hof lag am Hang. Zu ihm gehört das giebelgeteilte Haus Nr. 3. Es handelt sich ebenfalls um ein Fachwerkhaus - das Fachwerk ist in der straßenabgewandten Haushälfte noch sichtbar. Weiterhin existieren zwei Nachkriegsbauten aus den 70er und 80er Jahren.

Am Dorfeingang von Süden kommend befindet sich ein stark verschütteter Steinbruch. Heute wird das Ortsbild von den zahlreichen vorhandenen Teichen geprägt. Neben dem bereits erwähnten befindet sich ein kleiner Teich am Ortseingang, in den das Wasser der nahe gelegenen Brunnen fließt. Von beiden Teichen ist das Alter unbekannt. In der Nachkriegszeit entstand ein weiterer großer Teich in der Talaue. Im Ort steht eine markante Lärche, mehrere Grundstücksgrenzen sind mit Hecken bepflanzt.

Hangaufwärts der Durchgangsstraße lag ehemals das Gartenland. Unterhalb des hier in den 1980ern errichteten Hauses ist eine kleine Obstwiese.

Odenholl gehörte nach der Hebeliste von 1881 zur Großen Honschaft.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2007)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Roß, Fredi K. (2004)
Die Honschaften in Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 27-37. o. O.

Weiler Odenholl

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1374
Koordinate WGS84
51° 06′ 13,36″ N, 7° 20′ 15,94″ O / 51.10371°, 7.33776°
Koordinate UTM
32U 383625 5662672.14
Koordinate Gauss/Krüger
2593739.63 5664036.19

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„Weiler Odenholl”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20071124-0003 (Abgerufen: 18. Dezember 2017)
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