Weiler Dreibäumen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen, Wermelskirchen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ortseingang des Weilers Dreibäumen bei Hückeswagen mit Straßenschild und Baumreihe (2008).

    Ortseingang des Weilers Dreibäumen bei Hückeswagen mit Straßenschild und Baumreihe (2008).

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  • Verschiefertes Wohnhaus mit ehemaliger Backstube in Dreibäumen (2007)

    Verschiefertes Wohnhaus mit ehemaliger Backstube in Dreibäumen (2007)

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  • Historischer Ortskern von Dreibäumen mit verschieferten Wohngebäuden (2007)

    Historischer Ortskern von Dreibäumen mit verschieferten Wohngebäuden (2007)

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Dreibäumen ist ein Weiler auf der Grenze der Gemeinden Wermelskirchen und Hückeswagen. Die Grenze verläuft entlang der Straße nach Bergisch Born von Norden nach Süden durch den Ort.
Die Ersterwähnung erfolgte 1811 auf einer Schulbezirkskarte; 1829 war Dreibäumen ein Weiler auf der Grenze der Hückeswagener Bürgermeisterei an der Höhenstraße von Dabringhausen in Richtung Hückeswagen. Es ist nur der Hückeswagener Teil dargestellt, der zu diesem Zeitpunkt vermutlich aus zwei Höfen bestand. Beide hatten rückwärtig gelegenes Gartenland. Laut Blankertz rührt der Name Dreibäumens tatsächlich von drei Schlagbäumen her, die die drei Straßen nach Born, Hückeswagen und Dhünn-Dabringhausen absperrten.

Auch heute ist Dreibäumen ein Weiler auf der Grenze der Gemeinden Wermelskirchen und Hückeswagen. Die Grenze verläuft entlang der Straße nach Bergisch Born von Norden nach Süden durch den Ort. Sie bestand bereits 1811. Der historische Kern von Dreibäumen ist gut an der Bausubstanz abzulesen, zum Teil auch der ehemals landwirtschaftliche Charakter (Gebäudegruppen um Nr. 8 und 10 mit zahlreichen An- und Umbauten, umgebauter Stall Nr. 19 – das zugehörige Wohnhaus wurde abgerissen).

Der Weiler, der sich ursprünglich um die Kreuzung gruppierte, erreichte mit dem Ausbau der Ost-West verlaufenden Durchgangsstraße zur Chaussee bereits im 19. Jahrhundert nahezu seine heutige Ausdehnung entlang der Straße. Es entstanden sowohl im Westen als auch im Osten jeweils eine etwas außerhalb gelegene Siedlungsstelle mit Nebengebäuden und großzügigen Gärten. In der Nachkriegszeit wurden einzelne Bauten ergänzt, im Nordosten entstanden in jüngster Zeit einige moderne Neubauten. Das Ortsbild ist jedoch vorrangig von den auf das 19. Jahrhundert zurückgehenden Bauten, meist mit Schieferverkleidung, geprägt.
Die Querstraße nach Bergisch Born hatte früher eine südliche Verlängerung nach Strucksfeld, die als unbefestigter Weg noch vorhanden ist. Im Nordwesten der Straßenkreuzung waren zwei Wirtschaften, von denen die Nr. 3 noch betrieben wird. Das Gebäude stammt ursprünglich aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde um 1900 nach einem Brand wieder aufgebaut. Die Wirtschaft befindet sich rechts des Einganges im Erdgeschoss (für das Jahr 1860 ist in Dreibäumen eine Gastwirtschaft eines Wilhelm Buscher erwähnt). Auf der anderen Seite war früher ein Lebensmittelladen untergebracht. Weiterhin wurde ein kleiner Hof für den Eigenbedarf betrieben. Nach Auskunft der heutigen Besitzer bestand diese Gebäudenutzung von Anfang an. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist bei Haus Nr. 10 noch die angebaute ehemalige Backstube zu sehen.

Von 1870 bis 1908 war Dreibäumen Schulstandort der Großen Honschaft, danach wurde die Schule nach Dörpfelderhöhe verlegt. Die Schule wurde auf dem Besitz des Wilhelm Buscher errichtet und später als Bandwirkerei genutzt. Dreibäumen gehörte nach der Hebeliste von 1881 zur Großen Honschaft.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2007)

Literatur

Blankertz, Wilhelm (1927)
Hückeswagen. Ein Heimat- und Wanderbüchlein. o. O.
Davin, Ingo (1998)
Von Gasthäusern, Wirtschaften und Dorfschänken in Hückeswagen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. In: Leiw Heukeshoven 37, S. 49-52. o. O.
Roß, Fredi K. (2004)
Die Honschaften in Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 27-37. o. O.
Wörsdörfer, Willi (1984)
Zur Entwicklung des ländlichen Schulwesens in Hückeswagen nach der Schulreform von 1812. In: 900 Jahre Hückeswagen, S. 104-106. o. O.

Weiler Dreibäumen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1811
Koordinate WGS84
51° 08′ 0,97″ N, 7° 16′ 21,65″ O / 51.1336°, 7.27268°
Koordinate UTM
32U 379146.94 5666100.64
Koordinate Gauss/Krüger
2589124.05 5667280.35

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„Weiler Dreibäumen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20071107-0006 (Abgerufen: 23. November 2017)
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