Doppelsiedlung Niederwinterhagen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wohngebäude  in Niederwinterhagen (2007)

    Wohngebäude in Niederwinterhagen (2007)

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    Lange, Beate
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  • Obstwiese in Niederwinterhagen (2007)

    Obstwiese in Niederwinterhagen (2007)

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Die Ersterwähnung erfolgte 1407 als „Wynterhaige“. 1829 handelte es sich um eine Einzel- oder Doppelsiedlung mit anschließendem Gartenland. Ein Teich lag auf der anderen Straßenseite (heute B 237) in Grünland. Ein weiterer Teich befand sich in etwa 80 Meter Enternung der Bundesstraße nach Hückeswagen folgend. Niederwinterhagen war von Ackerland umgeben.

Niederwinterhagen wurde im 19. Jahrhundert baulich erweitert und lag nun an der neu ausgebauten Chaussee nach Hückeswagen (heutige B 237). Vermutlich sind die 1829 vorhandenen Teiche im Zuge des Straßenbaus verschwunden. Dieser nördliche Teil von Winterhagen liegt heute eingeengt zwischen B 237 im Norden, dem neuen Gewerbegebiet im Süden und dem Bahndamm im Westen, ist jedoch bis auf den Süden durch Bäume abgeschirmt. So konnte er trotzdem seinen ehemals bäuerlichen Charakter erhalten. Der Ortsteil ist heute eine Doppelsiedlung mit Wohnfunktion. Die Gebäudestandorte sind bereits auf der von 1829-1870 geführten Bürgermeistereikarte verzeichnet, so dass möglicherweise über das 19. Jahrhundert hinausgehende Gebäudeteile wie Keller vorhanden sind. Zum Ortsteilbild gehören Wiesen mit Resten von Obstbäumen sowie eine markante Kastanie am Wegesrand. Winterhagen gehörte nach der Hebeliste von 1881 zur Großen Honschaft. Für Winterhagen werden für die 1930er Jahre in der Literatur folgende Höfe aufgeführt: In Winterhagen lagen die Höfe der Familien von der Heyden, Clever, Fild, Neustifter, Möller und Lichtinghagen.

Am 06.03.1893 wurde der erste Spatenstich zum Bau des Bahnhofes in Winterhagen, an der Bahnlinie Lennep-Wipperfürth getätigt. 1973 wurde der Bahnhof jedoch aufgegeben.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2007)

Literatur

Blankertz, Wilhelm (1927)
Hückeswagen. Ein Heimat- und Wanderbüchlein. S. 5, o. O.
Krumm, Hella (2001)
Bau der Eisenbahnlinie Lennep - Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven. Mitteilungsblatt Nr. 40 des Bergischen Geschichtsvereins - Abteilung Hückeswagen e.V., S. 49-55. Hückeswagen.
Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) S. 159, Gummersbach.
Roß, Fredi K. (2004)
Die Honschaften in Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 27-37. o. O.
Rübenstrunk, Karlernst (1992)
Zwischen Feldern und Fabriken. Erinnerungen an den Schulbezirk Busenbach. In: Leiw Heukeshoven 31, S. 20-23. o. O.

Doppelsiedlung Niederwinterhagen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1407
Koordinate WGS84
51° 08′ 45,49″ N, 7° 17′ 52,02″ O / 51.14597°, 7.29778°
Koordinate UTM
32U 380934.94 5667434.86
Koordinate Gauss/Krüger
2590856.71 5668686.81

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„Doppelsiedlung Niederwinterhagen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20070923-0018 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
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