Weiler Fockenhausen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1407 als „(Henkin) Vocke“. Für das Jahr 1715 ist Fockenhausen als Einzelhof in der Topographia Ducatus Montani eingetragen. 1829 war Fockenhausen ein in Hanglage gelegener Einzelhof mit Teich, umgeben von Acker- und Grünland. Im Tal befand sich ein nahe gelegener Wald.

Heute ist Fockenhausen ein Kleinweiler, der noch ablesbar aus einem ehemaligem Einzelhof entstanden ist. Heute besteht der Ort aus zwei Höfen und einem ehemaligen Arbeiterhäuschen aus dem 19. Jahrhundert, dessen Stallteil zu Wohnraum umgebaut wurde. Die Wohngebäude sind historisch. Das älteste Haus mit sehr starken Grauwackewänden (verputzt) und heute nicht mehr sichtbaren Scharten, ist laut Besitzer über 350 Jahre alt und soll ein ehemaliger Vorposten der Burg Hückeswagen gewesen sein. Möglicherweise handelt es sich hier um einen „Steensgaden“ genannten Wehrturm. Der Bau hat ebenfalls historische, jedoch jüngere Anbauten. Die Brauchwasserversorgung wird auch heute über Brunnen gewährleistet. Der historische Löschteich ist verschwunden, ein Teich als Element des Siedlungsbildes aber noch vorhanden. Im Westen befindet sich ein nahe gelegener Steinbruch. Laut Hebeliste von 1881 gehörte Fockenhausen zur Herdingsfelder Honschaft.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2007)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.
Roß, Fredi K. (2004)
Die Honschaften in Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 27-37. o. O.

Weiler Fockenhausen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1407
Koordinate WGS84
51° 10′ 53,23″ N, 7° 22′ 9,96″ O / 51.18145°, 7.36943°
Koordinate UTM
32U 386033.96 5671267.23
Koordinate Gauss/Krüger
2595796.84 5672725.33

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„Weiler Fockenhausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20070923-0004 (Abgerufen: 18. August 2018)
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