Stadtgebiet Koblenz im 19. Jahrhundert

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Der Deinhardplatz in Koblenz mit dem Stadttheater und dem dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Clemens Wenzeslaus gewidmete Obelisk (2014).

    Der Deinhardplatz in Koblenz mit dem Stadttheater und dem dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Clemens Wenzeslaus gewidmete Obelisk (2014).

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  • Festung Ehrenbreitstein, Blick auf den Rhein und die Stadt Koblenz Richtung Süden (2017)

    Festung Ehrenbreitstein, Blick auf den Rhein und die Stadt Koblenz Richtung Süden (2017)

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Die Stadt Koblenz liegt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. 1815 wurde beim Wiener Kongress beschlossen, dass Koblenz und Ehrenbreitstein von nun an Preußen angehören sollten. Obwohl Koblenz im 19. Jahrhundert noch bei weitem nicht die heutige flächenmäßige Ausdehnung erreicht hatte, und auch nicht im Zentrum, sondern im südlichen Zipfel der preußischen Rheinprovinz lag, war sie ab 1822 deren Verwaltungsmetropole. Der Sitz der Verwaltung befand sich im Priester- und Waisenhaus am Rhein, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts abbrannte. Daraufhin wurde an gleicher Stelle im neuromanischen Stil eine neue sogenannte „Regierung“ gebaut.

Von 1815 bis 1834 wurde in Koblenz und seinen umliegenden Höhen ein System von Festungswerken errichtet. Bereits zuvor hatte es auf Ehrenbreitstein eine Festung gegeben, die nun durch eine neue Festung ersetzt wurde. Im Nordwesten des Stadtgebietes wurde die Feste Franz auf dem Petersberg, im Südwesten die Feste Kaiser Franz mit dem Fort Konstantin und im Südosten auf der Pfaffendorfer Höhe das Fort Asterstein errichtet.

Zudem wurde das Stadtgebiet mit einer neuen Stadtmauer bzw. Stadtumwallung versehen. Die eingezeichneten Geometrien entsprechen in etwa den größten Festungsgebieten und dem Gebiet innerhalb der Stadtumwallung. Im Laufe der Jahrzehnte verlagerten sich die Stadtgrenzen, so dass die Festungsanlagen immer mehr an Bedeutung verloren und später sogar zugunsten einer zivilen Bebauung frei gegeben wurden.

Im Jahr 1891 wurden die Stadtteile Neuendorf und Lützel eingemeindet. Im 20. Jahrhundert folgte 1902 der heutige Stadtteil Moselweiß, 1923 Wallersheim und 1937 Ehrenbreitstein, Horchheim, Metternich, Neudorf, Niederberg und Pfaffendorf.

(Friederike Meiers, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Festungen im Rheinland (abgerufen 02.01.2017)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Koblenz (kreisfreie Stadt) (abgerufen 02.01.2017)

Literatur

Bauer, Rudolf (1992)
Koblenz - So wie es war. S. 5ff, Düsseldorf.
Weber, Ulrike / Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013)
Stadt Koblenz, Stadtteile. (Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 3.3 / Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland.) S. 22ff, Worms.

Stadtgebiet Koblenz im 19. Jahrhundert

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1800, Ende nach 1905
Koordinate WGS84
50° 21′ 32,95″ N, 7° 35′ 38,52″ O / 50.35915°, 7.59403°
Koordinate UTM
32U 399993.04 5579509.22
Koordinate Gauss/Krüger
3400028.14 5581301.32

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„Stadtgebiet Koblenz im 19. Jahrhundert”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-97762-20140725-2 (Abgerufen: 17. November 2018)
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