Stadtgebiet Koblenz im 20. Jahrhundert

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bassenheim, Dieblich, Eitelborn, Fachbach, Kaltenengers, Kobern-Gondorf, Koblenz, Lahnstein, Miellen, Mülheim-Kärlich, Niederwerth, Rhens, Sankt Sebastian, Simmern (Westerwaldkreis), Urbar (Landkreis Mayen-Koblenz), Waldesch, Winningen
Kreis(e): Koblenz, Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn-Kreis, Westerwaldkreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Das Deutsche Eck in Koblenz, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal von der Festung Ehrenbreitstein aus (2014). In der Bildmitte ist die "Balduinbrücke" über die Mosel zu sehen.

    Das Deutsche Eck in Koblenz, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal von der Festung Ehrenbreitstein aus (2014). In der Bildmitte ist die "Balduinbrücke" über die Mosel zu sehen.

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  • Die evangelische Christuskirche am Friedrich-Ebert-Ring in Koblenz aus Richtung Nordosten gesehen (2014)

    Die evangelische Christuskirche am Friedrich-Ebert-Ring in Koblenz aus Richtung Nordosten gesehen (2014)

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  • Koblenzer Einwohner passieren am 26. April 1945 die vom 372. Pionier-Regiment der US-Armee über der schwer beschädigten Moseleisenbahnbrücke errichtete Hängebrücke.

    Koblenzer Einwohner passieren am 26. April 1945 die vom 372. Pionier-Regiment der US-Armee über der schwer beschädigten Moseleisenbahnbrücke errichtete Hängebrücke.

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  • Der untere Teil des Kriegerdenkmals (Obelisk) für die Gefallenen Soldaten des Feldzuges von 1866 in Asterstein in Koblenz. Im Hintergrund sind die Pfaffendorfer Rheinbrücke und Teile des linksrheinischen Koblenz zu erkennen (2014).

    Der untere Teil des Kriegerdenkmals (Obelisk) für die Gefallenen Soldaten des Feldzuges von 1866 in Asterstein in Koblenz. Im Hintergrund sind die Pfaffendorfer Rheinbrücke und Teile des linksrheinischen Koblenz zu erkennen (2014).

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Sein heutiges Gesicht erhielt die Stadt Koblenz erst im ausgehenden 20. Jahrhundert durch zahlreiche Eingemeindungen und Erweiterungen, die zur Vergrößerung des Stadtgebietes führten. Dieses umfasst 105 Quadratkilometer und erstreckt sich von Nord nach Süd über 14 Kilometer und von Ost nach West über 15 Kilometer.

Folgendes Zitat von Karl Oster beschreibt die Stadt treffend:
„Koblenz ist sich treu geblieben – durch Jahrhunderte, durch Kriege, Zerstörungen und Wiederaufbau. Es trägt die Züge einer alt-ehrwürdigen Stadt, pflegt das Alte, ohne sich dem Neuen zu verschließen. Eine lebendige Großstadt. In ihrem Kern viele romantische Winkel und Gassen, alte Bürgerhäuser und Adelshöfe.“ (Oster 1982, S. 27)

Trotz der heftigen Zerstörungen, vor allem aus den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1944, bei denen mehr als 85 % aller Gebäude der Stadt schwer getroffen wurden, resultierend, wurde die Stadt in ihren Grundzügen immer wieder aufgebaut, sodass vor allem die Altstadt in ihrer historischen Gestalt erhalten blieb. Im Gegensatz dazu wurde die Innenstadt nach den Prinzipien und Gestaltungsformen der Architekturepoche der Moderne wiederaufgebaut, sodass hier starre Formen und Betonblöcke dominieren. Alle wichtigen Baudenkmäler der vorherigen Jahrhunderte wurden ebenfalls erneuert, sodass nach wie vor die Kunstwerke und Baustile der unterschiedlichen Jahrhunderte im Stadtbild vereint sind und Tradition und Moderne nebeneinander existieren.

Nach der Eingemeindung von Neuendorf und Lützel im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunächst Moselweiß und Wallersheim eingemeindet, bevor sich das Stadtgebiet in den 1930er Jahren durch die Eingemeindung von Ehrenbreitstein, Horchheim, Niederberg sowie Pfaffendorf und Asterstein auch rechtsrheinisch ausdehnte. Zudem wurde Metternich ins Stadtgebiet aufgenommen. Ende der 1960er Jahre und Anfang der 1970er Jahre kamen noch die Gemeinden Kesselheim, Stolzenfels, Arenberg, Immendorf, Arzheim, Bubenheim, Güls, Lay und Rübenach hinzu, sodass die Stadt heute 30 Stadtteile umfasst, in denen mehr als 100.000 Einwohner auf einem Fünftel der Stadtfläche leben. Hierdurch entwickelte sich die Stadt Koblenz zur Großstadt.

Die Stadt gilt nach der Theorie der Zentralen Orte als Oberzentrum von Rheinland-Pfalz, ist Universitätsstadt und Sitz des Bundesarchivs sowie bedeutender Standort für die Bundeswehr. Neben dem Bundeswehrzentralkrankenhaus sind unter anderem das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung sowie das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik in Koblenz niedergelassen.

Chronologische Auflistung der Eingemeindungen des 20. Jahrhunderts
1. April 1902: Moselweiß
1. Oktober 1923: Wallersheim
1. Juli 1937: Ehrenbreitstein, Horchheim, Metternich, Niederberg, Pfaffendorf und Asterstein
7. Juni 1969: Kesselheim, Stolzenfels
7. November 1970: Arenberg, Immendorf, Arzheim, Bubenheim, Güls und Lay

Alphabetische Auflistung aller Stadtteile
Altstadt, Arenberg, Arzheim, Asterstein, Bubenheim, Ehrenbreitstein, Goldgrube, Güls, Horchheim, Horchheimer Höhe, Immendorf, Karthause, Karthause Flugfeld, Karthäuserhofgelände, Kesselheim, Lay, Lützel, Metternich, Mitte, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg, Oberwerth, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Rauental, Rübenach, Stolzenfels, Süd, Wallersheim

(Katharina Breuer, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet
www.koblenz.de (abgerufen 15.03.2016)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Koblenz (kreisfreie Stadt) (abgerufen 02.01.2017)

Literatur

Baedeker, Karl (1983)
Koblenz. Kurzer Stadtführer. S. 17 f, Freiburg.
Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.) (1993)
Geschichte der Stadt Koblenz, Band 2. S. 225-252, Stuttgart.
Imhof, Michael (2011)
Koblenz Stadtführer. S. 3, S. 6 f, o. O.
Oster, Karl (1982)
Koblenz. Portrait der Stadt an Rhein und Mosel. S. 27, Koblenz.

Stadtgebiet Koblenz im 20. Jahrhundert

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1900
Koordinate WGS84
50° 20′ 53,39″ N, 7° 34′ 45,94″ O / 50.34816°, 7.57943°
Koordinate UTM
32U 398930.85 5578307.13
Koordinate Gauss/Krüger
3398965.54 5580098.75

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„Stadtgebiet Koblenz im 20. Jahrhundert”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-97761-20140725-2 (Abgerufen: 17. August 2018)
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