Kirche, „Lutherkirche“, Wittener Straße 23

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel
Kreis(e): Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Wittener Str. 25/ Biesenkamp, Ev. Kirche LutherkircheArchitekt Gerhard August Fischer, Barmen, 1880/ 81Eines der Wahrzeichen der Altstadt von Castrop. Turm gemeinsam mit dem Turm von St. Lambertus und dem Gerüst des Schacht 7 der Zeche Erin die Stadtsilhouette prägend. An der Wittener Str. von der evangelischen Kirchengemeinde nach Plan des Architekten Gerhard August Fischer, Barmen errichtet und 30.11.1881 in Dienst gestellt. Auf dem Nachbargrundstück das 1913 erbaute Wichernhaus.Anfänge einer lutherischen Gemeinde in Castrop zunächst vom Schloß Bladenhorst 1567 und seit der Zeit um 1594 vom Haus Goldschmieding gefördert. Philipp Arnold von Viermundt auf Bladenhorst zum reformierten Bekenntnis konvertiert, vgl. Ev.-Ref. Kirche Pöppinghausen. Lutheraner seit 1674 um eigene Kirche bemüht, da Lambertuskirche katholisch verblieb. 1698 - 1702 Kirchbau am Bennertor. 1880 baufällig abgebrochen. 1694 kleines reformiertes Gotteshaus auf dem Biesenkamp als turmloser Ziegelfachwerkbau, 1827 mit Zusammenschluß von reformierter und lutherischer Gemeinde abgebrochen. Nördlich der alten Kirche 1880 Neubau der in Rede stehenden Kirche. Architekt unter 9 Mitbewerbern ausgesucht. Am Reformationstag 1929 in Lutherkirche umbenannt. Seit 2007 zur Ev. Paulus-Kirchengemeinde Castrop.Mächtige Backsteinkirche neugotischer Formensprache mit Nordchor im 5/8-Schluß, Querhaus und Südturm mit achtteiligem Helm und Eckhelmen, Treppenturm und Vorbauten. Kriegsschäden bereits 1946 wieder notdürftig beseitigt. Ursprüngliche Verglasung mit Christus als Welterlöser nicht erhalten. Bei Neugestaltung des Innenraums 1951 Notverglasung bis zur Renovierung in den 1960ern. Kirche nach 1928 vom Kunstmaler Heinrich Rüter neu ausgemalt, 1946 durch einfarbigen Anstrich ersetzt, letzte Ausmalung 2001.Umfangreiche Ausstattung: Altar aus weißem Sandstein 1881 Bildhauer Brockhinke (Wiedenbrück), 1981 Wiederaufbau des steinernen Altaraufsatzes unter Wiederverwendung des ursprünglichen Altarbildes (Heimkehr des verlorenen Sohnes) von G. Goldkuhle. Neugotische Holzkanzel 1881 von G. und F. Goldkuhle (Wiedenbrück). Historisches Gestühl. Von der Ausstattung der Vorgängerin neben einigen sakralen Gegenständen kleines, eiförmiges Taufbecken aus Stein, 1714 gestiftet. 1928 Einbau von Seitenemporen. OrgelemporeIm Vorraum der Kirche Teil eines Hochreliefs als Kernstück des barocken Epitaphs des Philipp Arnold von Viermundt auf Bladenhorst, Werk des Dortmunder Bildhauers Jörg Poett von 1632, nach Abbruch der Schlosskapelle 1963 hier aufgestellt.Baudenkmal als stattliche, neugotische ev. Backsteinkirche, in Zeitgeschmack und Gestaltungswünschen Zeugnis der Zeit um 1880.

Kirche, „Lutherkirche“, Wittener Straße 23

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
keine Angabe
Historischer Zeitraum
Beginn 1880 bis 1881
Koordinate WGS84
51° 32′ 54,65″ N, 7° 18′ 47,33″ O / 51.54851°, 7.31315°
Koordinate UTM
32U 383039.01 5712173.17
Koordinate Gauss/Krüger
2591129.73 5713488.23

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„Kirche, „Lutherkirche“, Wittener Straße 23”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/LWL-KLARA-008666 (Abgerufen: 18. Oktober 2017)
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