Wie in den übrigen Tagebaubetrieben der Rheinischen Braunkohlenwerke AG (RBW) verfügte auch der Tagebau Frimmersdorf über einen Sanitätsstützpunkt und eine Feuerwache. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wurden die Bereiche Katastrophenschutz und Rettungswesen zu Beginn der 1970er Jahre neu organisiert und 1974 vom Bergamt Köln genehmigt.
Die Feuerwache Garzweiler wurde in Zusammenhang mit der Verlagerung des Abbauschwerpunktes vom Abbau- und Verkippungsfeld Frimmersdorf-Süd zum Tagebau Garzweiler bereits 1985 geplant. Baubeginn war jedoch erst im Mai 1987 und im dritten Quartal 1988 war der Stützpunkt bezugsfertig. Mitte der 1990er Jahre wurde der Feuerwehrstützpunkt zu einer Rettungswache erweitert. Diese, bestehend aus Feuerwehr- und Sanitätsbereich, konnte am 14.12.1995 in Betrieb genommen werden.
Baubeschreibung:
Der Feuerwehrstützpunkt Garzweiler hat die Aufgabe, im Bereich des Bergbaubetriebes außer vorbereitenden Maßnahmen insbesondere Hilfsmaßnahmen in Not- und Schadensfällen zu treffen.
Der Feuerwehrstützpunkt samt späterer Erweiterung zur Rettungswache wurde am westlichen Rand der Tagesanlagen, südlich des Kohlebunkers Garzweiler errichtet, und besteht aus einer Fahrzeughalle für die Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge und einem Anbau für den Sanitätsbereich und die Wache.
Datierung:
- Baubeginn: 04.04.1985 (Bauantrag)
- Baubeginn: 05.1987 (Baubeginn)
- Inbetriebnahme: 3. Quartal 1988
- Umbau: 14.12.1995 [Erweiterung Rettungswache]
- Ende der Nutzung: -
Literatur:
- Balzer, Hans-Joachim: Katastrophenschutz und Rettungswesen im Rheinischen Braunkohlenrevier; in: Braunkohle 28 (1976), Heft 7, S. 253–256
- Anonymus: Rheinbraun informiert die Mitarbeiter. Bericht über die Lage des Unternehmens im 2. Quartal 1988. In: Revier und Werk, 1988, Heft/Nr. Beilage, S. 1–4
- RWE: Hauptbetriebsplan für den Tagebau Garzweiler für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2022, PDF von Website, Grevenbroich 2019
(Büro für technikhistorische Forschung und Beratung, Dr. Norbert Gilson, 2022)
BKM-Nummer: 20102046