Gerebernushaus

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Sonsbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Darstellung einer Weltkarte von Christian s'Grooten (um 1525-1603) im Gerebernushaus Sonsbeck (2014). Die Karte zeigt die nördliche Erdhalbkugel mit tiefblauem Meer und grünlichen Kontinenten.

    Darstellung einer Weltkarte von Christian s'Grooten (um 1525-1603) im Gerebernushaus Sonsbeck (2014). Die Karte zeigt die nördliche Erdhalbkugel mit tiefblauem Meer und grünlichen Kontinenten.

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  • Darstellung einer Karte von Christian s'Grooten (um 1525-1603) im Gerebernushaus Sonsbeck (2014). Die Karte zeigt in etwa das heutige Frankreich.

    Darstellung einer Karte von Christian s'Grooten (um 1525-1603) im Gerebernushaus Sonsbeck (2014). Die Karte zeigt in etwa das heutige Frankreich.

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  • Historische Karte von Christian s'Grootens (um 1525-1603), die Sonsbeck, Xanten und Wesel zeigt.

    Historische Karte von Christian s'Grootens (um 1525-1603), die Sonsbeck, Xanten und Wesel zeigt.

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    Christian s'Grootens
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Am 1. Oktober 1888 wurde das St. Gerebernus-Krankenhaus eröffnet. Es stand im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde und wurde von den Schwestern vom Orden St. Clemens aus Münster betrieben. Die ersten Ärzte waren Dr. Evers und ab 1910 Dr. Kramps.
Bis ins 19. Jahrhundert gab es in Sonsbeck nur Wundärzte, 1841 ließ sich der erste akademisch ausgebildete Mediziner in Sonsbeck nieder. Das Haus verfügte zunächst über 10 Betten, nach einem Anbau des Westflügels mit Isolierstation im Jahr 1897 verfügte man über 40 Betten.

Durchweg waren 15 Clemensschwestern sowohl in der Krankenpflege als in der Ausbildung für Mädchen zu Wirtschafterinnen in ländlichen Haushalten tätig. Seit 1930 war dem Krankenhaus das „van-Doornick-Haus“ als Invalidenheim für hilfsbedürftige nervenkranke Frauen angegliedert, von denen die meisten später dem Euthanasie – Programm der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.
Während des Zweiten Weltkrieges diente das Haus als Lazarett und als Erholungsheim für an Staublunge erkrankte Bergleute. Nach dem Krieg hat der Orden die erste Essens- Versorgung für Schüler initiiert. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte sich ein starker landwirtschaftlicher Zweig.

1971 wurde das Krankenhaus aufgelöst und als Altenheim weiter genutzt. Es befindet sich seit 1996 in der Trägerschaft der Caritas.

Ausstellung zu Christian s'Grooten
Im Flur der ersten Etage des Altbaus befindet sich die Ausstellung der Nachdrucke der Karten aus der Christian s'Grooten-Forschung. Christian s'Grooten (um 1525-1603) wurde in Sonsbeck geboren und gehört zu den großen Kartographen des 16. Jahrhunderts. Im Dienst für den spanischen Königs Philipp II. vollendete er 1573 den „Brüsseler Atlas“ und 1592 den „Madrider Atlas“. Die Werke umfassen Karten in unterschiedlichen Maßstäben, darunter auch Weltkarten mit lebendiger Kolorierung. Regional und lokal sind seine Karten als historische Quelle von großer Bedeutung.

(Verein für Denkmalpflege Sonsbeck e.V., 2014. Erstellt in Kooperation mit der Biologischen Station im Kreis Wesel e.V. im Zuge des Projektes „Kulturlandschaft am Niederrhein“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt)

Literatur

Meurer, Peter H. / Kreis Wesel (Hrsg.) (1999)
Das kartographiegeschichtliche Forschungsvorhaben "Werkedition Christian Sgrooten". In: Kreis Wesel Jahrbuch 2000, S. 108-114. Duisburg.

Gerebernushaus

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1888
Koordinate WGS84
51° 36′ 56,8″ N, 6° 22′ 40,97″ O / 51.61578°, 6.37805°
Koordinate UTM
32U 318479.1 5721562.01
Koordinate Gauss/Krüger
2526228.4 5720221.4

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„Gerebernushaus”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-105528-20141016-2 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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